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Alt und Jung im intensiven Austausch

Am Samstag fand auf dem Seefeld-Areal des Gymnasiums Thun das erste Generationenfestival statt. Im Vordergrund stand der Dialog ­zwischen Jung und Alt.

Das Festival dauerte bis in die Abendstunden.
Das Festival dauerte bis in die Abendstunden.
zvg

Mit zwei Steuergeräten in den Händen fuchtelt Regula Saameli in der Luft herum. Was für Beobachtende kurios erscheinen mag, macht für die 72-Jährige Sinn – denn sie trägt eine Virtual-Reality-Brille. Dank dieser taucht die Thunerin in eine virtuelle Welt ein, wo sie farbige Kreise in die Luft malt.

Vorurteile, Senioren könnten nicht mit modernen Technologien umgehen, versenkt Saameli: «Technik interessiert mich, ich will die Neuheiten kennen lernen.» Erklärt erhält sie diese von Workshopleiter Robin Glauser (22): «Egal, ob Alt oder Jung, die VR-Technik interessiert. Allerdings fällt es mir leichter, jungen Leuten die Technik zu erklären, da diese oft ein grösseres Vorwissen mitbringen.»

Drei Generationen, ein Projekt

In einem Bastelzimmer werkelt Stephan Geissbühler gemeinsam mit seiner Frau, Schwiegermutter und Tochter. Dass drei Generationen am gleichen Projekt schneiden und kleben, ist für den 42-Jährigen selbstverständlich: «Im Alltag beobachte ich oft ein Miteinander von alten und ­jungen Menschen. Ich habe nicht das Gefühl, dass hier am Festival ein grösserer Austausch zwischen den Generationen statt­findet.»

Tatsächlich passiert an den zahlreichen Workshops und Marktständen wenig Interaktion zwischen Alten und Jungen. «Der Generationendialog findet bei Arbeiten in Kleingruppen statt. Das Festival soll eine Plattform bieten, auf der sich die Leute für weitere Projekte vernetzen können», sagt OK-Mitglied Elias ­Rüegsegger.

An den Workshops gab es Raum und Zeit für den Austausch zwischen den Generationen. Bild: zvg
An den Workshops gab es Raum und Zeit für den Austausch zwischen den Generationen. Bild: zvg

Keine Wiederholung geplant

Rüegsegger zieht eine rundum positive Bilanz: «Wir sind überwältigt, dass trotz des schlechten Wetters 2500 Leute das Generationenfestival besucht haben.» Ob das Festival auch ein finanzieller Erfolg war, könne er erst sagen, sobald das OK die Auswertung abgeschlossen habe.

Fest steht: «Alle Kosten decken wir mit Sponsoring, sämtliche Einnahmen aus Spenden fliessen in die Vereinskasse von ‹Und – das Generationentandem›.» Trotz seiner Begeisterung über das erste Generationenfestival plant Rüegsegger keine weiteren Austragungen: «Es wäre schade, so etwas Grossartiges wiederholen zu wollen. Unser Verein wird auch in Zukunft Generationenprojekte organisieren, jedoch im kleineren Rahmen.»

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