Zweite Abstimmung zum V-Projekt verschoben

Grindelwald

Die Bergschaft hat die für diesen Monat anberaumte Abstimmung zum V-Projekt auf einen unbekannten Zeitpunkt verschoben.

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Gegenwind für das 400 Millionen Franken schwere Bahnprojekt der Jungfraubahnen, dem sogenannten V-Projekt: «Wegen hängiger Verfahrensfragen kann die Versammlung nicht bis Ende Juni 2015 durchgeführt werden», schreibt dazu die Bergschaft Wärgistal in einer Medienmitteilung vom Donnerstag. Um was für Verfahrensfragen es sich handelt, war aus dem Text nicht ersichtlich. Auch für Nachfragen war die Bergschaft nicht erreichbar.

Aufgrund eines Wiedererwägungsantrages von Bergteilern sollte bis Ende Juni über den Baurechtsvertrag für das Überfahrrecht sowie den Objekterstellungsvertrag abgestimmt werden. Dieses Geschäft wurde im ersten Anlauf an der Bergschaftsversammlung im vergangenen Oktober abgelehnt, die notwendige Zweidrittelmehrheit wurde knapp verfehlt.

Die Gemeindeversammlung von Grindelwald hingegen äusserte sich am 25.Oktober mit über 70 Prozent Ja-Stimmen positiv zum V-Projekt. Deshalb kam der Wiedererwägungsantrag von Bergteilern zustande.

Die Mediensprecherin der Jungfraubahnen, Patrizia Bickel, schrieb zur neusten Entwicklung: «Wir haben von der Verschiebung Kenntnis genommen. An unserer Zeitplanung ändert sich aktuell nichts. Natürlich hoffen wir, dass die Abstimmung möglichst zeitnahe durchgeführt werden kann.»

Die Versammlung wird aber kaum vor dem Herbst stattfinden, traditionell beraten die Bergteiler erst wieder nach der Alpsömmerung. Und 15 Einsprachen gegen das Projekt sind nach wie vor hängig.

Berner Oberländer

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