Berner Oberland

Warum Oberländer Wellness-Hotels zu den besten Europas gehören

Berner OberlandVier der besten zehn Wellness-Hotels Europas stehen in der Schweiz. Zwei davon finden sich im Berner Oberland: Zum sechsten Mal in Folge wurde sowohl das Jungfrau Victoria als auch der Lenkerhof mit dem Geo Saison Award 2012 ausgezeichnet.

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Der Wettbewerb in der Wellness-Branche ist gross. Spätestens seit dem Boom Anfang des neuen Jahrtausends legte sich beinahe jedes Hotel einen Wellness- oder Spa-Bereich zu. Der Wellnessbereich ist zu einem Positionierungsmerkmal und einem Magneten für Gäste geworden. Das Hotel Victoria Jungfrau hat gar den Zusatz Grand Hotel & Spa im Namen. Im Fünf-Sterne Traditionshaus könne man sich seit 1865 mit Blick auf das Jungfraumassiv stilvoll erholen, schreibt das Reisemagazin Geo Saison in seiner Februar-Ausgabe.

In Interlaken freut man sich über die sechste Auszeichnung in Folge: «Wir haben natürlich darauf gehofft, dass Geo Saison uns wieder unter die besten Wellnesshotels Europas aufnimmt. Wir geben jeden Tag unser Bestes, um zu den Besten zu gehören», sagte Ina Bauspiess, die Mediensprecherin der Victoria Jungfrau Hotels. Auch an der Lenk freut man sich über die erneute Ehre, denn mittlerweile gebe es ja wirklich viele Wellness-Hotels mit attraktiver und grosszügiger Infrastruktur, sagte Heike Schmidt, die Direktorin des Lenkerhofs.

Heilendes Wasser, das man trinken kann

Solche Anerkennungen sind wichtig für Hotels, denn sie helfen, den Bekanntheitsgrad zu steigern und dem Gast ein gewisses Qualitätsniveau zu garantieren. Die Häuser haben beide noch weitere Auszeichnungen: Während der Service im Victoria-Jungfrau von einem amerikanischen Reismagazin als «best of the best in Switzerland» taxiert wurde, erhielt Jan Leimbach, Chefkoch des Lenkerhofs, jüngst den 17. Punkt von Gault Millau.

Der Lenkerhof wird vom Reisemagazin für seine 350 Jahre als noch hübsch locker gelobt. Das müsse am täglichen Kontakt mit dem schwefelhaltigen Thermalwasser liegen, schreibt das Magazin. Darauf führt das Traditionshaus denn auch seinen Erfolg zurück: «Sicherlich einzigartig ist unsere eigene und die stärkste Schwefelquelle im alpinen Raum. Das Schwefelwasser verwenden wir in Behandlungen, für das Aussenbad und auch getrunken wird es häufig».

In Interlaken sieht man den Grund im Platzangebot: «Das Besondere ist beispielsweise die Grösse von 5500 Quadratmetern, mit denen wir zu den Grössten im Land gehören», sagte Ina Bauspiess.

Auch vom Angebot her unterscheiden sich die beiden Luxushotels: Während das Victoria-Jungfrau vorwiegend auf Vielfalt mit diversen Pools, Saunen und Behandlungsmöglichkeiten setzt, baut der Lenkerhof auf heimische Zutaten: «Die Palette reicht vom Lenker Heu-Peeling bis hin zum Lenker Stone Special, wo mit erwärmten Steinen vom Wildstrubelmassiv massiert wird», sagte Heike Schmidt.

Malerische Landschaft und gute Anschlüsse

Das Vorzeigehaus Victoria-Jungfrau ruhe sich nicht auf den vielen Lorbeeren der Vergangenheit aus, schreibt Geo Saison weiter. «Das bedeutet, dass wir uns trotz der Erfolge und Auszeichnungen unseres Spa-Bereichs nicht mit den Awards zufrieden geben, sondern täglich an der Weiterentwicklung arbeiten», sagte Ina Bauspiess.

Auch die Lage im Herzen des Berner Oberlands kommt den Häusern entgegen: «Die Rahmenbedingungen hier oben sind ideal. Abseits vom Alltag, mitten in der Natur und nur eine Stunde von Bern entfernt», sagte Heike Schmidt. Ähnlich klingt es in Interlaken: «Wir profitieren enorm von der malerischen Landschaft, der frischen Luft, dem kulturellen Angebot, den guten Anschlüssen an die nationalen Flughäfen und den diversen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung».

Um das hohe Niveau halten zu können, wird sowohl in Interlaken als auch an der Lenk viel gemacht: «Wir haben letztes Jahr für den neuen Saunabereich drei Millionen Schweizer Franken investiert», sagte Ina Bauspiess. Der Lenkerhof schliesst jedes Frühjahr für einige Wochen: «In dieser Zeit sind viele fleissige Hände mit Grundreinigungen, Renovationen und Erneuerungen beschäftigt», sagte Heike Schmidt.

Doch manchmal sind es kleine Dinge, die den Gast am glücklichsten machen: «Wir ermöglichen Gästen, die wirklich ausspannen wollen, mit dem Angebot '72 hours in your bathrobe' ein Wochenende fernab sämtlicher Dresscodes oder Konventionen», sagte Ina Bauspiess. Im Lenkerhof hingegen kommt auf seine Kosten, wer statt auf strenge Entgiftung auf Genuss setzt.

Keine Krise in Interlaken

In Interlaken ist von der Krise bisher nicht viel zu spüren: «Sowohl in der Schweiz aber auch in Märkten wie Indien, China und den arabischen Emiraten scheinen wir sehr bekannt und beliebt zu sein», sagte Ina Bauspiess. «Wir hatten einen sehr erfolgreichen Herbst an der Lenk. Doch generell ist das Buchungsverhalten sensibler geworden, Preis-Vergleiche stehen auf der Tagesordnung», sagte hingegen Heike Schmidt.

Die Zimmer im Victoria-Jungfrau kosten ab 455 Franken pro Nacht und Person, inklusive Frühstück und Zugang zum Wellness-Bereich. Im Lenkerhof kann man ab 310 Franken pro Nacht und Person schlafen, halbe Pension essen und wellnessen. Für die Tower-Suite in Interlaken muss man tief in die Tasche greifen: Sie kostet 4200 Franken pro Nacht. An der Lenk bekommt man eine Übernachtung in der Alpine Spa Suite für 765 Franken pro Person und Nacht. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.02.2012, 10:38 Uhr

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