Thun

Viel Begeisterung bei Fliegerfans trotz schlechtem Wetter

ThunWegen des Regens konnte nur rund die Hälfte der angemeldeten Oldtimer-Flugzeuge zum Internationalen Bückertreffen in Thun fliegen. Trotzdem kamen hunderte Besucherinnen und Besucher.

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Regen und Kälte zeichneten das vergangene Wochenende und machten deshalb aus dem Internationalen Bückertreffen eher ein Treffen von Schweizer Old­timer-Liebhabern mit rund 60 Flugzeugen in Thun.

Trotzdem kamen Hunderte Besucherinnen und Besucher auf dem Flugplatz auf der Allmend zusammen und bestaunten die zum Teil schon über 80-jährigen Flugzeuge. Am Sonntag nahm dank des besseren Wetters sowohl die Zahl der Besucher als auch die der anwesenden Flugzeuge zu.

«Ich finde Flieger, vor allem wenn es Oldtimer sind, einfach wunderschön. Am liebsten möchte man selber gleich abheben», sagt Marcel Bächler, der das Bückertreffen am Samstag besuchte.

Dem schliesst sich auch Beat Gerber, Präsident des Huntervereins Interlaken, an: «Mich fasziniert einfach die Kraft und die Technik, die in diesen Flugzeugen steckt. Deshalb bin ich auch ein absoluter Fan davon.» Für ihn seien zwar die beiden Dewoitines und die Bücker die Stars des Treffens gewesen, ein anderes Modell hat es ihm aber besonders angetan.

«Flieger wie der amerikanische Torpedo-Bomber aus dem 2. Weltkrieg faszinieren mich wahnsinnig», sagt der Polymechaniker.

Ein Flug zum Geburtstag

Etwas neuer und dennoch sehr beliebt war die Antonov AN-2, mit der Flugbegeisterte 40-minütige Rundflüge machen durften. «Es war einfach herrlich», sagte Marianne Platzer aus Thun gleich nach einem solchen Rundflug.

«Mein Enkelkind hat nächste Woche Geburtstag, deshalb habe ich ihm diesen Flug geschenkt. Es war ein ganz tolles Erlebnis, und wir haben sogar die Sonne kurz gesehen!»

Zum Bückertreffen, an welchem insgesamt rund 4000 Besucherinnen und Besucher geschätzt wurden, gehörte aber nicht nur das Bestaunen von Oldtimer-Fliegern, sondern wurde auch dazu genutzt Piloten und Besucher über die Geschichte des Thuner Flugplatzes zu informieren.

Während der Schifffahrt vom Samstagabend erzählte Hans Kelterborn, Präsident des Stiftungsrates Schloss Thun, von einem internationalen Wasser- und Landflughafen, der Anfang des 20. Jahrhunderts in Thun entstehen sollte und von Rex, dem Thuner Fliegerhund.

«Weil die Allmend so viele verschiedene Benutzer hatte, aktualisierte sich die Frage nach Sicherheit schlagartig als man 1919 in der Zeitung lesen konnte, dass eine Kuh mit einer Haefeli DH-3 zusammenprallte», sagt er. Die Lösung war: Rex, der auf den Ruf «Es chunnt eine!» das Vieh vom Flugplatzgelände scheuchte.

Zudem erzählten zwei Piloten von Mission Aviation Fellowship, der ein Drittel des Gewinns des Bückertreffens gespendet wird, von ihren Erfahrungen aus Liberia und Zentralasien.

Besondere Ehre

Nach der Taufe vom vergangenen Freitag, bei der eine der beiden Modelle Dewoitine D.26 den Namen «Stadt Thun» erhielt, wurden die beiden Flugzeuge am Samstag noch zu den beiden schönsten gewählt.

«Das sind weltweit die beiden einzigen Modelle, die noch im Originalzustand und voll funktionstüchtig sind», sagt Paul Misteli, der die Dewoitine «Stadt Grenchen» nach Thun geflogen hat. «Das macht sie halt einfach zu den schönsten.»
www.air-thun.ch (Berner Zeitung)

Erstellt: 03.09.2018, 06:40 Uhr

Knapp 60 Flugzeuge, um die 4000 Leute

«Ich muss einen wahnsinnigen Dank an meine Fliegerkollegen aussprechen, die trotz allen Widrigkeiten hierhin kamen», sagt OK-Präsident Andreas Wegier nach drei Tagen Internationales Bückertreffen in Thun.

«Dafür, dass es das erste Event dieser Art war, bin ich sehr zufrieden. Ausser mit Petrus natürlich.» Die ersten beiden Tage wurden wegen des schlechten Wetters nur von rund 25 Oldtimer-Flugzeugen besucht.

Doch am Sonntag stieg diese Zahl auf knapp 60 Stück. «Alle Schweizer Bücker, die nicht wegen Krankheit oder technischer Probleme verhindert waren, kamen nach Thun», sagt Wegier. Der Verkauf der Broschüren sei gut gelaufen.

Sie können nun über den Webshop von Air Thun gekauft werden. «Wir hatten ein wenig Probleme mit den Parkplätzen, ansonsten ist alles sehr gut gelaufen», zieht Wegier Fazit. Laut Medienmitteilung besuchten rund 4000 Leute den Anlass. «Ohne die Unterstützung von Dritten hätten wir es aber niemals geschafft!»
iek

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