Einigen

Uferweg darf dem See entlang führen

EinigenAuf dem Gelände des Tellerguts südöstlich von Einigen darf der Uferweg weitgehend dem Thunerseeufer entlang verlaufen. Er muss nicht hinter dem Tellergut hindurch führen. Das hat das kantonale Verwaltungsgericht entschieden.

Das Verwaltungsgericht hat entschieden, dass der Uferweg in Einigen entlang des Thunersees verlaufen darf.

Das Verwaltungsgericht hat entschieden, dass der Uferweg in Einigen entlang des Thunersees verlaufen darf. Bild: Bruno Petroni

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Das Gericht wies gemäss einem am Montag veröffentlichten Urteil eine Beschwerde der Eigentümer des Tellerguts gegen die Wegführung entlang dem Ufer ab. Es stützte damit einen Entscheid der kantonalen Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (JGK).

Die Gemeinde Spiez, zu der Einigen und das Tellergut gehört, muss aber zusätzliche Biotopschutz- und Ersatzmassnahmen auf dem Gebiet des Tellerguts ergreifen.

Lange Geschichte

Die Uferschutz- und damit Uferwegplanung in diesem Gebiet hat eine lange Geschichte: Schon im Jahr 2003 legte die Gemeinde Spiez die Pläne öffentlich auf. Damals wollte diese den Weg noch hinter dem Tellergut - einer Landwirtschaftszone - hindurch führen.

Das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) bezeichnete die Spiezer Planung aber als nicht genehmigungsfähig, woraufhin die Gemeinde den Uferweg nach vorne ans Ufer rückte. Im Jahr 2007 genehmigte die Spiezer Bevölkerung an der Urne die Uferschutzplanung in diesem Gebiet. Weil die Eigentümer des Tellerguts gegen die Genehmigung dieser Pläne Beschwerde bei der JGK erhoben, diese die Uferwegplanung im Bereich des Tellerguts stützte und die Eigentümer auch diesen Entscheid anfochten, landete die Angelegenheit vor Verwaltungsgericht.

Noch nicht rechtskräftig

Dieses liess vor seinem Entscheid von einem Gutachter untersuchen, ob der Uferweg im fraglichen Bereich schützenswerte Biotope tangiert. Das Gericht kam zum Ergebnis, es sei nicht zu beanstanden, dass die JGK das Interesse an einem direkt dem Ufer entlang führenden Weg höher gewichtet habe als die damit einher gehende Beeinträchtigung des Uferbereichs.

Vor Verwaltungsgericht umstritten war nur ein Teil der Uferschutzplanung Nr. 8 Einigen-Tellergut West. Im Bereich der Ortschaft Einigen führt der Uferweg laut dem Urteil in einem Abstand von 40 bis 70 Meter zum Ufer. Insgesamt elf Abschnitte weist die Spiezer Uferschutzplanung auf.

Der Verwaltungsgerichtsentscheid kann noch vor Bundesgericht angefochten werden. Es ist also noch nicht rechtskräftig. (ima/sda)

Erstellt: 02.06.2014, 11:21 Uhr

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