Lenk/Brienz

Ueli Senn im doppelten «Bähnliglück»

Lenk/BrienzSeine Strubeli-Dampfbahn fährt nun doch nicht aufs Abstellgleis: Ueli Senn darf an der Lenk bleiben – und hat gleichzeitig ein Angebot aus Brienz erhalten. Der Wahl-Oberländer aus Zürich wird künftig an beiden Standorten anzutreffen sein.

Ueli Senn (im ersten Wagen) fuhr während sieben Jahren auf dem Kroneareal an der Lenk seine Runden auf der sogenannten Strubeli-Dampfbahn. Auf dem Areal werden nun Wohnungen gebaut – die Strubeli-Bahn zügelt darum an den Lenkersee.

Ueli Senn (im ersten Wagen) fuhr während sieben Jahren auf dem Kroneareal an der Lenk seine Runden auf der sogenannten Strubeli-Dampfbahn. Auf dem Areal werden nun Wohnungen gebaut – die Strubeli-Bahn zügelt darum an den Lenkersee. Bild: Sarah McGrath-Fogal

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Sein kleiner, aber feiner Bahnbetrieb auf dem Lenker Kroneareal stand im Oktober vor dem Aus. Nun jedoch haben sich für den Bahnbetreiber Ueli Senn gleich zwei neue Chancen ergeben: Er wird künftig sowohl an der Lenk wie auch in Brienz mit seiner Anlage anzutreffen sein.

Der Wahl-Oberländer aus Zürich betrieb während sieben Jahren auf dem Gelände beim Kronenplatz die Strubeli-Dampfbahn. Sie war bei Einheimischen wie Touristen beliebt. Bei schönem Wetter war Ueli Senn zwischen Frühling und Herbst täglich auf dem Kroneareal anzutreffen. Letzten Herbst sollte Schluss sein: Auf dem Gelände – es gehört «Krone»-Wirt Herbert Messerli – werden neue Häuser gebaut. «Ich wusste, dass wir nicht für immer an der Lenk bleiben können», sagte Senn, der im Winter, wenn der Dampfbahnbetrieb ruht, bei den lokalen Bergbahnen am Betelberger Kinderskilift arbeitet.

Bahn zügelt an Lenkerseeli

Nun haben sich aber für den 63-Jährigen gleich zwei neue Möglichkeiten ergeben, auch künftig seiner Passion, den Bahnen, nachzugehen. So kann Ueli Senn einerseits trotz anfänglich negativen Bescheid von Lenk-Simmental Tourismus mit der Strubeli-Bahn ans Lenkerseeli zügeln, wo im Herbst ein neuer Spielplatz entsteht. «Die 600 Meter lange Bahn hat dort leider keinen Platz», sagte Geschäftsführer Eduardo Zwyssig letzten Herbst. Nun sind für Ueli Senn aber mehrere Lenker Firmen in die Bresche gesprungen: sie unterstützen Ueli Senn und seine Strubeli-Dampfbahn-Betrieb finanziell.

Senn fährt künftig zweispurig

Der Entscheid, nun doch an der Lenk bleiben zu dürfen, hat Ueli Senn indes erst vor kurzem erhalten. Dies, nachdem er der Gemeinde Brienz zugesagt hatte, seine Bahn heuer zwischen Frühling und Herbst wieder vorne an deren Quai aufzustellen. Bereits zwischen 1997 und 2005, bis zum Zeitpunkt der verheerenden Unwetter im Oberland, hatte Ueli Senn in Brienz die Strubeli-Bahn betrieben und war danach an die Lenk gezügelt.

«Ich konnte und wollte der Gemeinde Brienz nach dem positiven Entscheid aus der Lenk nicht wieder absagen», sagt Senn. Er wird darum beide Standorte betreuen und erklärt: «In diesem Jahr helfe ich beim Bau der Bahn an der Lenk und betreibe jene in Brienz, 2012 dann fahre ich im wahrsten Sinne des Wortes doppelspurig.» Material habe er genug für beide Standorte, so Senn, der als gelernter Mechaniker einen grossen Teil seines Rollmaterials selber herstellt. Er ergänzt: «Ich habe Kollegen in Brienz und an der Lenk, die mir bei der Arbeit helfen werden.»

«Die Strubeli-Bahn von Ueli Senn wird in das Gelände des Spielplatzes teilintegriert», sagt Hans Neuenschwander, Präsident von Lenk Tourismus. Man habe noch zusätzliches Land ausserhalb des eigentliche Spielplatzes zur Verfügung bekommen. «Für unser Projekt entstehen aber keine zusätzlichen Kosten», betont Neuenschwander.

Mitfinanziert werde der Betrieb auch von der IG Strubelibahn unter dem Lenker Ernst Wälti. Man habe Ueli Senns Dampfbahn schon immer gerne in den Spielplatz integrieren wollen, jedoch seien die Kosten anfangs schlicht zu hoch gewesen. «Nun ist der Ausbaustandard tiefer. Ausserdem wird viel Freiwilligenarbeit geleistet, damit ist das Projekt finanzierbar», sagt der Tourismus-Präsident. (Berner Oberländer)

Erstellt: 10.02.2011, 11:23 Uhr

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