Thun

Tschabolds unverwechselbare Bilder

ThunMit einer Retrospektive erinnert die Galerie Rosengarten an den 1990 verstorbenen Steffisburger Kunstmaler Roman Tschabold. Sein Enkel, Dominik Tschabold, eröffnete die Ausstellung mit den unverwechselbaren Bildern.

Bei einem Bild von Roman Tschabold?eröffneten sein Enkel Dominik Tschabold (links) und  Laudator Clément Olivier Meylan die Retrospektive in der Galerie Rosengarten.

Bei einem Bild von Roman Tschabold?eröffneten sein Enkel Dominik Tschabold (links) und Laudator Clément Olivier Meylan die Retrospektive in der Galerie Rosengarten.

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Roman Tschabold wurde 1900 in Steffisburg geboren. Über das Töpfern in der Töpferschule und der keramischen Fachschule in Bern kam er zur Malerei. Geprägt wurden seine Werke durch die Studienaufenthalte in Dresden, Berlin und Leipzig sowie von den Begegnungen mit dem Expressionismus, Oskar Kokoschka und weiteren bekannten Künstlern.

Aufenthalte in südlichen Ländern wie Italien und Marokko widerspiegeln sich in den unverkennbaren Bildern des Künstlers. Er hatte ein Faible für Menschen und verstand es, durch sanfte Schattierungen den Gesichtern Anmut und Grazie zu verleihen. Die Landschaften und Stillleben beeindrucken durch farbliche Harmonie. Bisweilen liebäugelte er auch mit der abstrakten Kunst. In satten Farben hat er die starken Elemente in Einklang gebracht.

Die Stillen werden überhört

Das unverwechselbare Werk wird von Dominik Tschabold, dem Enkel des Künstlers verwaltet. Im Gedenken an den 25. Todestag hat er, in Zusammenarbeit mit der Galeristin Rose Ueltschi, die Retrospektive in der Galerie Rosengarten organisiert. Sie sei die letzte Thuner Galeristin, die seinen Grossvater noch persönlich gekannt habe, erläuterte Dominik Tschabold den rund 90 Vernissagegästen und fügte an: «Kunst lebt nur, wenn sie gezeigt werden kann.»

Sein Freund Clément Olivier Meylan erzählte in seiner Laudatio aus dem Leben des vielseitigen Künstlers, der auch ein begabter Architekt und Musiker gewesen war. Er habe eine gewisse Seelenverwandtschaft mit dem Künstler entdeckt und sei von Beginn weg von dessen Bildern fasziniert gewesen, erklärte der Fotograf. «Tschabold hätte mit seiner ehrlichen Malerei einen höheren Bekanntheitsgrad verdient. Aber heute werden die Stillen nach wie vor weitgehend überhört und zu wenig wahrgenommen», sagte er.


Die Ausstellung dauert bis 30. Ja­nuar. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 14–17 Uhr, Samstag, 10–16 Uhr.

www.galerie-rosengarten.ch (Berner Zeitung)

Erstellt: 11.01.2016, 08:49 Uhr

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