Thun

Tiefer Milchpreis bereitet den Züchtern Sorge

ThunTiefer Milchpreis, relativ erfreuliche Preise auf den Schlachtviehmärkten und Ehrungen von Hochleistungskühen: Damit beschäftigten sich die Delegierten der Verbandsgenossenschaft für Simmentaler Alpfleckvieh und Alpwirtschaft (VSA).

Der tiefe Milchpreis war ein Thema an der Delegiertenversammlung der Verbandsgenossenschaft für Simmentaler Alpfleckvieh und Alpwirtschaft (Symbolbild)

Der tiefe Milchpreis war ein Thema an der Delegiertenversammlung der Verbandsgenossenschaft für Simmentaler Alpfleckvieh und Alpwirtschaft (Symbolbild) Bild: Bruno Petroni

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Der tiefe Milchpreis ist eines der Sorgenkinder der 128 Viehzuchtgenossenschaften und -vereine der rund 30'000 Herdebuchtieren zählenden Verbandsgenossenschaft für Simmentaler Alpfleckviehzucht und Alpwirtschaft VSA. Diese Feststellung macht Geschäftsführer Christian Berger im Geschäftsbericht 2016.

Das habe dazu geführt, dass auch grössere Milchviehbetriebe in der Schweiz im vergangenen Jahr ihre Produktion hätten einstellen müssen. Demgegenüber seien relativ erfreuliche Preise auf den Schlachtviehmärkten erzielt worden, heisst es weiter.

Spitzennoten für 44 Stiere

Erfolgreich verlief auch der Zuchtstiermarkt in Thun. Von den 291 aufgeführten Stieren konnte knapp die Hälfte verkauft werden. Nicht weniger als 44 Tiere hätten von der Jury die Maximalnoten erhalten. Mit einem Durchschnittspreis von 3360 Franken lag der Erlös gegenüber dem Vorjahr um 107 Franken ­höher.

15 Missen gekürt

«15 Kühe und Rinder wurden zu Missen gekürt», freute sich Verbandspräsident Hanspeter Iseli an der VSA-Delegiertenversammlung vom Montagabend im Restaurant Alte Reithalle in der Thun-Expo. Das beweise, mit welcher Liebe die Züchter ihre Tiere pflegten. 24 Kühe konnten für eine Lebensleistung von über 100'000 Kilogramm ausgezeichnet werden.

Mit einem Präsent verabschiedet wurden die langjährigen Viehschauexperten Werner Bratschi, Ueli Hefti, Walter Küng, Helmut Matti, Samuel Schmid und Christian Tschiemer.

Die Erfolgsrechnung 2016, welche einen Jahresverlust von 53'650 Franken aufweist, winkten die 351 anwesenden Delegierten diskussionslos und einstimmig durch. Der Fehlbetrag kann aus dem ansehnlichen Eigenkapital gedeckt werden. (Berner Zeitung)

Erstellt: 22.02.2017, 08:49 Uhr

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