Thuner Parlament setzt Zeichen für neue Schwimmhalle in Heimberg

Thun

Die Stadt Thun beteiligt sich mit maximal 150 000 Franken am Vorprojekt für eine neue Schwimmhalle.

Für die Projektierungskosten des neuen Sportzentrums Heimberg, das auch eine neue Schwimmhalle vorsieht, bezahlt die Stadt Thun max. 150 000 Franken.

Für die Projektierungskosten des neuen Sportzentrums Heimberg, das auch eine neue Schwimmhalle vorsieht, bezahlt die Stadt Thun max. 150 000 Franken.

(Bild: vg)

In der Region braucht es mehr Indoor-Schwimm-Möglichkeiten – darüber herrscht weitgehend Konsens. Ein eigenes Thuner Hallenbad kommt für den Gemeinderat jedoch nicht infrage. Hingegen legte die Stadtregierung dem Parlament am Donnerstag einen Kredit von maximal 150 000 Franken für die Beteiligung am Vorprojekt der Genossenschaft Sportzentrum Heimberg vor.

Diese hat ihr von der Stadt Thun einst als zu teuer erachtetes Projekt, das unter anderem eine neue Schwimmhalle vorsieht, redimensioniert. Die Kosten werden noch auf 30 statt 40 Millionen Franken geschätzt – wobei die Hälfte von den umliegenden Gemeinden getragen werden müsste. Thun soll dereinst rund 8 Millionen Franken beisteuern. Vorerst geht es aber lediglich um die Projektierungskosten von insgesamt 300 000 Franken. Der Thuner Anteil soll allerdings erst ausbezahlt werden, wenn ein von den Gemeinden anerkannter definitiver Kostenverteiler für das Gesamtprojekt vorliegt.

«Signal senden»

Mit der Beteiligung am Vorprojekt könne Thun «ein Signal senden, auch an umliegende Gemeinden», sagte der zuständige Gemeinderat Roman Gimmel (SVP). Das sahen auch diverse Rednerinnen und Redner im Parlament so. Thun könne «mit gutem Beispiel vorangehen», betonte Barbara Klossner (SVP): «Es darf sich keine Gemeinde vor der finanziellen Verantwortung drücken.» Manfred Locher von der Fraktion EVP/EDU/CVP gab sich in dieser Hinsicht optimistisch: «Wir rechnen mit einer Solidaritätswelle, die durch die Region schwappt!»

Antrag der Grünen abgelehnt

Für Diskussionen sorgte allerdings der Kostenteiler. Die Grünen stellten den Antrag, dass der Maximalbetrag auf 100 000 Franken reduziert wird. «Wenn nur ein Viertel der Eintritte in Heimberg von Thuner Gästen stammen – warum soll sich die Stadt so überdimensional an den Planungskosten beteiligen?», fragte Reto Kestenholz.

Sein Grünen-Parteikollege Thomas Hiltpold fügte an: Wenn Thun bis zu 50 Prozent der 300 000 Franken Planungskosten übernehme, könne das missverstanden werden. Im Sinne von: Thun zahlt auch an die Realisierungskosten die Hälfte. Der Antrag der Grünen wurde allerdings mit 22:10 Stimmen bei 3 Enthaltungen abgelehnt. Grundsätzlichen Widerstand gegen die Kostenbeteiligung gab es im Parlament jedoch nicht – am Ende wurde der Kredit mit der Obergrenze von 150 000 Franken einstimmig angenommen.

Freude bei Gyger

Simon Werren (Fraktion GLP/BDP), Darshikka Krishnanantham (SP) und Reto Kestenholz kritisierten derweil die «mangelhafte» Anbindung des Sportzentrums Heimberg an den öffentlichen Verkehr. Das sieht im Übrigen auch der am Donnerstag als Zuhörer im Stadtratssaal anwesende Verwaltungsratspräsident der Genossenschaft Sportzentrum Heimberg, Bernhard Gyger, nicht anders: Eine Bushaltestelle direkt beim Sportzentrum sei geplant «und ist auch für uns zwingend», erklärte er gegenüber dieser Zeitung.

Gespräche mit der Gemeinde Heimberg und den Verkehrsbetrieben STI laufen. Bernhard Gyger zeigte sich froh, «dass Thun ein Zeichen gesetzt hat». Er sieht die gewählte Kostenaufteilung, die sich an den Einwohnerzahlen der umliegenden Gemeinden orientiert, «eigentlich als guten Teiler». Die Frage sei aber komplex und müsse diskutiert werden.

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