Strehl ist der starke Mann der neuen Stadion AG

Thun

Die Stadion Thun AG ist aus der Taufe gehoben: Sie wird für Betrieb und Vermarktung der neuen Fussball-Arena zuständig sein. Verwaltungsratspräsident ist Martin Strehl. Er will sehr eng mit dem FC Thun zusammenarbeiten.

Martin Strehl, VR-Präsident der Stadion Thun AG.

Martin Strehl, VR-Präsident der Stadion Thun AG.

Martin Strehl heisst der starke Mann der neu gegründeten Stadion Thun AG: Die Genossenschaft Fussballstadion Thun-Süd (GNFS) hat den 49-Jährigen zum Präsidenten des Verwaltungsrats gewählt. Strehl war langjähriger Miteigentümer und CEO der Thuner Schleuniger Gruppe und ist heute eigenständiger Unternehmer. «Ich habe den Bezug zum Fussball als Fan – und ich glaube, dass hier etwas Gutes für Thun und die Region entsteht», erklärt er seine Motivation, bei der Stadion AG einzusteigen. Der Hilterfinger will mithelfen, eine Organisation aufzubauen, die funktioniert. Ebenfalls in den Verwaltungsrat gewählt wurde der Thuner Fürsprecher und Notar Renatus Eltz. Strehl möchte den VR auf vier bis fünf Personen ausbauen: «Gespräche laufen, aber es ist zu früh, um konkret zu werden. Es gibt keinen Zeitdruck.»

Sitz beim FC Thun

Die am Donnerstag gegründete Stadion Thun AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der GNFS. Die Organisation beim neuen Stadion sieht wie folgt aus: Die Genossenschaft wird Besitzerin des Stadions. Die Stadion Thun AG bewirtschaftet und betreibt die Arena und ist für die Vermarktung und Durchführung der FC-Thun-Spiele verantwortlich. Die FC Thun AG – zu etwa 30 Prozent im Besitz der GNFS – führt den Sportbereich. Im Führungsausschuss werden Vertreter aller Gesellschaften die Koordination sicherstellen. Die Stadion Thun AG hat ihren Sitz an der Gwattstrasse 16 in Räumen der Geschäftsstelle des FCT. So würden Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch zwischen dem FC Thun und der neuen Stadion-Organisation sichergestellt, schreibt die GNFS.

Enge Zusammenarbeit

«Ohne FC kein Stadion, ohne Stadion kein FC: Die Zusammenarbeit muss sehr eng sein», ist Martin Strehl überzeugt. Es sei aber wichtig, dass sich die Verantwortlichen des FC Thun auf den Sport konzentrieren können. «Es ist eine Chance, dass jeder seine Kernkompetenz hat.» Wichtig seien in erster Linie der Sport, der Erfolg des FC Thun – und dass es gelinge, positive Resultate sponsorenmässig umzusetzen, betont Martin Strehl. Der VIP-Bereich im Stadion werde eine Einnahmequelle sein – auch für Konferenzen und Seminare. Die Arena soll nebst dem Fussball etwa für Konzerte und andere Sportveranstaltungen genutzt werden. Strehl sieht das Thuner Stadion «als Ergänzung und kleiner Bruder des Stade de Suisse in Bern» – für Events, die im Stade de Suisse aufgrund der höheren Kosten nicht möglich wären.

Noch unklar ist, wer CEO der Stadion Thun AG wird. Die Rekrutierungsphase läuft laut GNFS auf Hochtouren – bereits gingen rund 120 Bewerbungen ein. Ende April oder Anfang Mai soll der CEO vorgestellt werden. Für Martin Strehl ist klar: «Er wird der Mister Stadion sein. Er muss ein unternehmerischer Typ sein, der Kontakte knüpfen und Begeisterung entfachen kann.»

Thuner Tagblatt

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