Meiringen

Skater suchen nach Geld für Park

MeiringenDas Projekt Skatepark Oberhasli kommt gewaltig ins Rollen: Die Baubewilligung liegt vor und das Konzept wurde nochmals überarbeitet. Nun suchen die Verantwortlichen zur Finanzierung rund 150'000 Franken.

Solche Sprünge mit dem Rollbrett wie hier in der Spiezer Bucht, sollen Skater in Zukunft in einer Halle in Meiringen machen können.

Solche Sprünge mit dem Rollbrett wie hier in der Spiezer Bucht, sollen Skater in Zukunft in einer Halle in Meiringen machen können. Bild: Markus Hubacher

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In der Halle des ehemaligen Oelwehrmagazins auf dem Alpbach in Meiringen soll ein öffentlicher und multifunktionaler Skatepark für Rollsportarten entstehen. Geplant ist, dass er den Anforderungen der Oberhasler Skateboard- und Inline-Szene gerecht wird und sich dort sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene sowie Könner aufhalten. Vorangetrieben wird das Projekt von der Jugendarbeit Oberhasli. Unter dem Projektleiter Erich Sterchi ist das Konzept angepasst worden, nachdem die Baubewilligung vorlag. Gestern wurden nun 330 Briefe verschickt. «Wir haben vor allem Betriebe und Gemeinden in der Region Oberhasli-Brienz angeschrieben», sagt Jugendarbeiter Erich Sterchi. Der Inhalt ist klar: Die Empfänger werden um Spenden und Sponsorbeiträge gebeten. Damit hat die Suche nach den finanziellen Mitteln begonnen.

Dem Konzept, das den Briefen beigelegt wurde ist zu entnehmen, dass es eine Minimal- und eine Maximalvariante gibt. Weiter ist zu lesen: » Wir bewegen uns jetzt zwischen 100'000 und 165'000 Franken. Das ist eine verlässliche aber noch nicht optimierte Grössenordnung.» Wenn alle Wünsche der Initianten wahr werden sollen, braucht es rund 275'000 Franken. Sie weisen aber darauf hin, dass diese Kosten durch Eigenleistungen der Skater tiefer ausfallen würden. Der Betrieb selber soll dann selbsttragend sein. Anhand einer Machbarkeitsstudie rechnen die Initianten mit Einnahmen von 81'500 Franken durch die Eintrittspreise und spezielle Anlässe. Diese soll es allerdings nur etwa drei Mal im Jahr geben. Grundsätzlich wird kein Aussenplatz zur Verfügung gestellt.

Lösungen finden

Die finanzielle Situation der Gemeinde Meiringen lasse eine direkte Finanzierung, respektive ein Sponsoring des Projektes leider nicht zu. «Dies wird von unserer Seite bedauert. Insbesondere auch deshalb, da im Leitbild der Gemeinde Meiringen ein Skatepark bis 2010 als klares Ziel definiert wurde», erklären die Planer des Parks. Erich Sterchi hält jedoch fest, indirekt werde die Gemeinde Meiringen das ganze Projekt «sehr wohl unterstützen, indem die ganze Halle unentgeltlich im Baurecht abgegeben wird». Punkto Sanierungskosten der Halle, müsse noch eine Lösung gefunden werden, «damit es für die Betreiber in finanzieller Hinsicht nicht ein Fass ohne Boden wird».

Erste Beiträge sind da

Weil auch die finanziellen Mittel vom Verein und der Jugendarbeit Haslital-Brienz sehr beschränkt seien, müsse die Finanzierung über Sponsoring gewährleistet werden. Der KWO-Partnerschaftsfonds hat dem Verein zur Projektierung bereits 15'000 Franken gesponsert und weitere 35'000 Franken wurden beim Eingang der Baubewilligung zugesichert. Sport-Toto übernimmt einen Kostenanteil von 15 bis 20 Prozent der Gesamtkosten. Wer spendet, wird auf einer Sponsorentafel erwähnt. Möglich sind auch Bandenwerbungen.

Die Initianten sind sich bewusst, dass der Saktepark auch Schattenseiten haben wird. Dazu gehört vor allem die Lärmproblematik. Diese soll allerdings durch bauliche Massnahmen gemildert werden. Zudem wird der Park durch ein Angestellter betreut, der auch ausserhalb der Halle für Ruhe und Ordnung sorgen soll. Geplant ist auch eine Videoüberwachung. Dazu soll jemand zu rund 80 Prozent fest angestellt werden. Geplant ist auch eine Videoüberwachung und im Konzept wird festgehalten: «Der Lärm im Umfeld ist nur über Vorschriften zu reduzieren. Diese müssen klar kommuniziert und ohne wenn und aber umgesetzt werden. Bei Nichteinhaltung dieser Bestimmungen sind Konsequenzen bis hin zu Hallenverbot vorgesehen.» Wie Projektleiter Erich Sterchi weiter erklärt, ist weiter eine Zusammenarbeit mit anderen Betrieben wie den benachbarten Tennis- und Kletterhallen sowie den Bergbahnen geplant. «Wir möchten beispielsweise, dass Skiabos auch bei uns gültig sind. So hätten die Gäste eine Schlechtwettervariante.»

In einem Jahr eröffnen

Bis Ende Jahr soll die Finanzierung des Skateparks unter Dach und Fach sein. Die Eröffnung ist für kommenden Frühling geplant. Damit das klappt, muss aber nicht nur genügend Geld vorhanden sein. Erst wenn das Wasserbauprojekt Alpbach abgeschlossen ist, das sich derzeit noch im Bau befindet, liegt das Areal nicht mehr in der roten Gefahrenzone. (Berner Oberländer)

Erstellt: 22.05.2012, 06:03 Uhr

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