Thun

Schützen-WM auf der Zielgeraden

Thun 46 Nationen mit über 500 Teilnehmern haben sich angemeldet für die CISM-WM vom 29. Mai bis 6. Juni in der Guntelsey. Die Vorbereitungen biegen auf die Zielgerade ein für die WM, die Bundesrat Guy Parmelin eröffnen wird.

Christian Wanner blickt als Organisator  zuversichtlich der CISM-WM in der Thuner Guntelsey entgegen.

Christian Wanner blickt als Organisator zuversichtlich der CISM-WM in der Thuner Guntelsey entgegen. Bild: Andreas Tschopp

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«Es ist eine grosse Herausforderung, doch die Arbeit macht Spass», sagt Christian Wanner, der Sicherheitschef im Armee­logistikcenter Thun ist. Seine Arbeitstage sind in jüngster Zeit des Öftern sehr lang. Er beginnt seinen Dienst manchmal um 5 Uhr und arbeitet danach auch abends und am Wochenende noch.

Denn Wanner ist als Disziplinenchef Schiessen mitverantwortlich für die Organisation der 50. Weltmeisterschaften im militärsportlichen Schiessen des Conseil International du Sport Militaire (CISM). Diese Jubiläums-WM findet vom 29. Mai bis 6. Juni in Thun statt. Das mit 20 Nationen gut besetzte CISM-Turnier im Oktober vergangenen Jahres in Thun war die Feuertaufe für Oberstleutnant Wanner in seiner Milizfunktion, die er seit Frühjahr 2017 ausübt.

Süd- und Nordkorea dabei

Gleich nach der gelungenen Hauptprobe (wir haben berichtet) wurde das Programm für die WM erstellt und mit der Ein­ladung an die 135 Mitgliedsländer des 1948 gegründeten inter­nationalen Militärsportverbandes verschickt. Bis Anfang April mussten die Nationen ihre Teilnahme anmelden an der dies­jährigen CISM-WM im Schiessen – der sechsten insgesamt in der Schweiz, wobei Thun nach 1971, 1976 und 2005 nun zum vierten Mal Austragungsort sein wird.

Insgesamt 46 Nationen mit über 500 Teilnehmern haben ihr Kommen angekündigt. Darunter sind auch sechs Schützinnen sowie ein Schütze und fünf Offizielle aus Nordkorea, die definitiv zugesagt haben. Das tat ebenfalls die ­Vertretung aus Südkorea zusammen mit 8 weiteren Ländern. Die Schweiz wird als Gastgeberin mit sechs Schützen und drei Schützinnen antreten. Weitere Bestätigungen fehlen noch, doch gehen die Organisatoren davon aus, dass letztlich 45 bis 50 Nationen eine Vertretung nach Thun ­schicken werden.

Rund 100 Helfer im Einsatz

Bei der Organisation der Heim-WM werden rund 100 Personen – zumeist Angehörige der Armee, Schützenfunktionäre sowie ei­nige Freiwillige – benötigt. Die ­Zivilschutzorganisation Region Thun unterstützt die Durchführung der WM ebenfalls. Der Schiessbetrieb findet zur Hauptsache in der Schiessanlage Guntelsey statt. Dort, wo 1974 die erste und einzige zivile Schiess-WM in der Schweiz über die Bühne ging, werden die Wettkämpfe der Männer auf die 300-Meter- und der Frauen auf die 50-Meter-Distanz ausgetragen. Für die Wett­bewerbe mit der Pistole auf 25 Meter der Männer und Frauen hat der Stand in der Guntelsey zu wenig Kapazität. Deshalb wird eine mobile 25-Meter-Anlage ­erstellt – im hinteren Auwald im Glütschbachtal.

Wie Christian Wanner ausführt, stellt die mobile 25-Meter-Anlage mit 40 Zugscheiben den «grössten Brocken» dar bei den Vorbereitungen, die bisher nach Plan verlaufen und bald auf die Zielgerade einbiegen. Um den Grund für den Pistolenschiessstand zu bereiten, werden nach Auskunft von Wanner 60 Betonplatten vom Militärflugplatz Meiringen hergeschafft und verlegt. Diese Arbeiten werden bis Mitte Mai ausgeführt. Die mobile Schiessanlage wird kurz vor dem Start der WM noch getestet und abgenommen.

Armee deckt die Kosten

Die für die WM eingesetzten Armeeangehörigen und weiteren Helfer werden im Regionalen Zivilschutzzentrum Allmendingen untergebracht. Für die Schützinnen und Schützen sowie die Of­fiziellen werden Unterkünfte in den Kasernen auf dem Waffenplatz Thun angeboten von den WM-Organisatoren, die auch für die Verpflegung besorgt sind. Die Aufwendungen für die CISM-WM in der Grössenordnung von gut einer halben Million Franken werden gesamthaft durch die Schweizer Armee gedeckt.

Eröffnet wird die CISM-WM offiziell am 30. Mai auf dem Thuner Rathausplatz. Zur Feier hat sich laut Wanner der Vorsteher des Departements für Vertei­digung, Bevölkerungsschutz und Sport, Bundesrat Guy Parmelin, angemeldet. Die Schlussfeier findet dann am 5. Juni im Stadion Lachen statt. Die beiden Veranstaltungen sind öffentlich.


www.cism-wmc.ch (Berner Zeitung)

Erstellt: 13.04.2018, 20:49 Uhr

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