Schlossberg: Mobiliar investiert 3,25 Millionen

Thun

Die Arbeiten für die Neunutzung des Thuner Schlossbergs laufen auf Hochtouren – vor und hinter den Kulissen: Die Mobiliar steigt beim geplanten Forum ein und wird die Räume während 120 Tagen im Jahr nutzen.

Regenbogen über dem Thuner Schlossberg – dort laufen die Bauarbeiten für die Neunutzung auf Hochtouren: Das Neue Schloss ist eingerüstet, das Dach wird saniert.

Regenbogen über dem Thuner Schlossberg – dort laufen die Bauarbeiten für die Neunutzung auf Hochtouren: Das Neue Schloss ist eingerüstet, das Dach wird saniert.

(Bild: Michael Gurtner)

Dass beim Schloss Thun gearbeitet wird, ist von weitem sichtbar – nicht nur aufgrund des stattlichen Krans, der das Thuner Wahrzeichen überragt: Das gesamte Neue Schloss, wo einst das Gericht untergebracht war, ist eingerüstet, die Arbeiten für die Dachsanierung laufen. Stefan Hofschneider ist mit dem Verlauf der Arbeiten für die Neunutzung des Schlossbergs zufrieden: «Die Abbrucharbeiten sind grösstenteils abgeschlossen, die archäologischen Untersuchungen laufen noch. Jetzt werden die Gebäudeinstallationen vorbereitet», zeigt der verantwortliche Architekt und Bauleiter den Stand der Dinge auf.Keine besonderen Probleme habe bisher die Baustelleninfrastruktur auf engstem Raum bereitet: «Es lief fast besser als erwartet», sagt Hofschneider – im Wissen darum, dass weitere intensive Phasen folgen.

Mobiliar als Mitnutzerin

Die Bauarbeiten sind die für alle sichtbaren Veränderungen rund um das Schloss. Doch auch hinter den Kulissen tut sich derzeit einiges. Gestern vermeldete die für die Neunutzung verantwortliche Schlossberg Thun AG eine «wichtige strategische Partnerschaft» – und zwar mit der Schweizerischen Mobiliar-Genossenschaft. Diese konnte als Mitnutzerin und Namensgeberin des «Mobiliar Forum Thun» gewonnen werden – einer Plattform für Bildungs- und Gesprächsveranstaltungen, Forschungsprojekte, Klausuren und Workshops im Neuen Schloss.

Die Mobiliar wird die Räumlichkeiten während 120 Tagen pro Jahr nutzen. «Das Mobiliar Forum Thun soll ein lebhafter Marktplatz für Ideen werden», sagt Mobiliar-Mediensprecher Manuel Inderbitzin auf Anfrage. Die Mobiliar sei auch an der ETH Zürich und der Universität Bern engagiert. «Wir stellen uns vor, im Mobiliar Forum Erkenntnisse aus der gemeinsamen Forschung mit den Hochschulen auf ihre praktische Anwendung in der Wirtschaft zu prüfen.» Dies im Sinne von Klausuren oder Innovationsworkshops. Zudem seien weitere Veranstaltungen mit Partnern, Kunden und Mitarbeitern vorgesehen.

Beitrag von 3,25 Millionen

Die Beteiligung lässt sich die Mobiliar etwas kosten: «Mit einem einmaligen Beitrag von 3,25 Millionen Franken geben wir dem Forum unseren Namen und erhalten das Recht auf ein Drittel der Nutzung», erläutert Manuel Inderbitzin. In der Gestaltung wird sich die Mobiliar stark mit einbringen. Zur Erinnerung: Die Gesamtkosten für die Um- und Neubauten belaufen sich auf rund 10 Millionen Franken.

«Die Partnerschaft mit der Mobiliar ist eine gute Sache für Thun, denn sie bringt viele Gäste auf den Schlossberg», zeigt sich Susanne Kiener, Geschäftsführerin der Schlossberg Thun AG, überzeugt. Schliesslich solle der renovierte Schlossberg zu einem «regionalen und nationalen Begegnungsort» werden. «Der Schlossberg soll zu einem Treffpunkt von Akteuren und Experten der Gesellschaft und Wirtschaft werden und gesellschaftsrelevante Schlüsselfragen für ein interessiertes Publikum thematisieren», heisst es in der gestern verschickten Mitteilung weiter. Die Schlossberg Thun AG wird neu als gemeinnützige Gesellschaft geführt und lanciert in dieser Rolle eine Anzahl von längerfristigen Aktivitäten. Zu den wesentlichen Anliegen gehören Projekte für wohltätige Zwecke und der besondere Bezug zum Tourismus.

Eröffnung in einem Jahr?

Die Arbeiten für die Neunutzung des Schlossbergs laufen laut Susanne Kiener plangemäss. Das heisst: Geht es so weiter, findet die feierliche Eröffnung in einem Jahr statt. Noch keine Neuigkeiten gibt es zur geplanten Restaurantterrasse am Neuen Schloss – dem einzigen Einsprachepunkt im Baubewilligungsverfahren. «Die Verhandlungen laufen noch, aber wir sind zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden», sagt Kiener.

Thuner Tagblatt

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