Scheidegger knackt den Weltrekord

Thun

Der Thuner Mountainbiker Manuel Scheidegger hat es geschafft: Mit 25,72 Kilometern hat er einen neuen Stundenweltrekord im Hinterradfahren aufgestellt.

Mit 25,72 Kilometern stellte Manuel Scheidegger einen neuen Stundenweltrekord im Hinterradfahren auf (Quelle: Youtube).

25,72 Kilometer – noch nie ist jemand in einer Stunde, nur auf dem Hinterrad eines Fahrrades, so weit gekommen. Manuel Scheidegger heisst der Mann, der diesen Weltrekord aufgestellt hat. Der Thuner Mountainbiker hat vergangene Woche den alten Rekord auf der Rundbahn des Lachenstadions um mehr als einen Kilometer überboten. «Ich spürte eine grosse Freude und Erleichterung», beschreibt Scheidegger den Moment, als der Rekord feststand.

Ein erster Weltrekordversuch am Sonntag vor einer Woche scheiterte aufgrund zu starken Windes. Ursprünglich sollte ein zweiter Versuch am Samstag oder Sonntag durchgeführt werden. «Aufgrund der schlechten Wetterprognosen fürs Wochenende haben wir uns am Donnerstag kurzfristig dazu entschlossen, den Weltrekordversuch vorzuziehen», sagt Scheidegger. Ein weiser Entscheid, denn am Donnerstag passte endlich alles zusammen. «Ich spürte von Anfang an, dass es gut läuft, und fand den Rhythmus», sagt Scheidegger.

Hände schliefen ein

Ein Spaziergang war es trotzdem nicht: Nach einer halben Stunde schliefen dem Mountainbiker beide Hände ein. «Ich wusste nicht mehr, ob ich bremse oder nicht», sagt er. Der grösste Knackpunkt sei jedoch gewesen, die Konzentration keine Millisekunde lang zu verlieren.

Nebst der sportlichen Herausforderung ging es dem Berufsschullehrer mit dem Weltrekordversuch in erster Linie darum, Geld für das Projekt «Wheels4 Nepal» zu sammeln. Ursprünglich sollte dieses Geld Kindern und Jugendlichen im Hilfswerk Indreni in Form von neuen Fahrrädern zugutekommen. Das Spendenziel wurde jedoch nach den Erdbeben vom 25.April und 15.Mai angepasst. Der Grossteil der Spenden soll nun in den Wiederaufbau eines zerstörten Wasserkraftwerkes fliessen.

Aktuell sind 28500 Franken zusammengekommen. Durch den Weltrekord erhofft sich Scheidegger noch die eine oder andere zusätzliche Spende.

Thuner Tagblatt

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