Plötzlich Schweizer Meisterin

Einmal Gold, zweimal Silber: Die Thuner Kunstturnerin Fabienne Studer hat an den Schweizer Meisterschaften gross aufgetrumpft.

Fabienne Studer bei der Übung am Schwebebalken.

Fabienne Studer bei der Übung am Schwebebalken. Bild: Marco Mosimann/zvg

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Neben dem Comeback von Giulia Steingruber bildete der Aufstieg der jungen Berner Oberländerin Fabienne Studer die grosse Überraschung: Mit Gold am Stufenbarren und Silber im Mehrkampf und am Schwebebalken hat sich das Jungtalent als Nummer zwei hinter Steingruber positioniert. Noch letztes Jahr war die erst 16-jährige Thunerin an der Heim-EM nur als Ersatz bei den Juniorinnen aufgestellt gewesen. Heuer hat sie die arrivierten Kräfte im Rennen um einen WM-Startplatz in die Schranken gewiesen.

An den nationalen Titelkämpfen in Morges mass sich Studer erstmals mit der Elite. Im Mehrkampf am Samstag scheiterten viele Konkurrentinnen am Schwierigkeitsgrad ihrer Übung, verzeichneten Stürze und verloren dadurch viele Punkte. Nicht so Studer: Gleich wie am internen Qualifikationswettkampf eine Woche zuvor turnte sie stabil und ohne Stürze – sowohl im Mehrkampf als auch in den Geräte­finals.

Studer besser als Steingruber

Hinter Siegerin Steingruber und mit sieben Zehntelpunkten Vorsprung auf die drittplatzierte Jessica Diacci erkämpfte sich die Berner Oberländerin verdient Silber im Mehrkampf. Damit bestätigte sie die Aussage von Nationaltrainer Fabien Martin, der in Studer eine ausgeglichene Mehrkampfturnerin sieht, ohne grosse Einbrüche oder Durchhänger an einem Gerät.

Nach der Silbermedaille am Samstag legte die Thunerin am Sonntag eine Schippe drauf. Mit dem Meistertitel am Stufenbarren bezwang sie auch Steingruber, die sich nach vielen Jahren wieder einer Schweizer Turnerin beugen musste. Später kam für Fabienne Studer noch Silber am Schwebebalken hinzu, womit sie letztlich gleich viel Edelmetall wie Steingruber, die vorzeitig aufgeben musste, totalisierte. (wbb)

Erstellt: 05.09.2017, 08:05 Uhr

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