Piloten servieren längste Meringue

Unterbach

Drei junge Militärpiloten servieren am Samstag ab 14.30 Uhr dem Publikum ein Stück der längsten Meringue der Welt. Idee und Vermarktung sind Teil ihrer Aufnahmeprüfung in die Corona Tigris.

Die Corona-Tigris-Kandidaten Michael Duft, Andreas Menk und Adrian Guerrazzi (v.l.) zeigen auf dem Flugplatz Payerne Meringues in Originalgrösse.

Die Corona-Tigris-Kandidaten Michael Duft, Andreas Menk und Adrian Guerrazzi (v.l.) zeigen auf dem Flugplatz Payerne Meringues in Originalgrösse.

(Bild: zvg)

Süss, mit weichen, runden Formen, zerbrechlich. Der Zuckerbäcker Gasparini soll, je nach Quelle, anfangs 17. oder 18.Jahrhundert in Meiringen im «Wilden Mann» aus Liebe die Meringue erfunden haben, die am französischen Hof in Versailles für Furore sorgte. Steff Frutiger von der Frutal-Versandbäckerei ist überzeugt, dass Meringue und Meiringen historisch wirklich zusammengehören. Die Beweise dafür wurden allerdings im zweiten Weltkrieg im Kochkunstmuseum in Frankfurt vernichtet.

Verdienter Beitritt

Nun zu den drei 28-jährigen Militärpiloten, die ihre Missionen auch für den Frieden fliegen. Sie gehören nach Abschluss der Ausbildung neu zur Fliegerstaffel 11, deren Homebase Meiringen ist. Während die Piloten der Staffel 17 Falken und die der Staffel 18 Panter heissen, sind die der Staffel 11 die Tiger. Was nichts mit dem gleichnamigen Jet zu tun hat, denn alle drei Staffeln fliegen die Hornisse, den F/A-18, und sind gemäss Homepage der Eidgenossenschaft ein wichtiges Standbein der Luftverteidigung. Die Staffel-11-Piloten sind im Verein Corona Tigris vereint. Der Beitritt muss aber verdient werden: mit Mut, Unerschrockenheit, Zivilcourage, Organisationstalent, Humor.

Ein öffentlicher Teil

Jungpilot Adrian Guerrazzi erklärte im Gespräch, dass die Aufnahmeprüfung einen öffentlichen Teil hat. Die drei Corona-Tigris-Anwärter entschieden sich, ihn mit etwas lokal Bekanntem zu verknüpfen. Guerrazzi ging mit der Idee, eine übergrosse Meringue zu produzieren, zu Steff Frutiger, der auf Anfang Juli die Firma Frutal von Vater Andreas übernimmt.

150 Kilo Zucker

In Sachen Grösse ist die Meringue seit 1986 definiert: Zwei 62 Kilo schwere und in der Sauna gebackene Meringue-Schalen schafften mit musikalischer Begleitung von Polo Hofer den Einzug ins «Guinnessbuch der Rekorde». Die drei Jungpiloten Adrian Guerrazzi, Andreas Menk und Michael Duft entschlossen sich deshalb für die längste, nämlich gut 50 Meter lange Meringue der Welt, die mit 2500 Eiweiss und 150 Kilo Zucker gefertigt wird.

In der Backstube der Frutal in Schattenhalb wurden die drei Piloten in die Geheimnisse der süssen Meiringerin eingeführt und produzierten die ersten elf Teilstücke selber. Seither liegt das Backen in den Profihänden von Steff Frutiger, der auch die nötigen Sponsoren und den Rahm aus der Molki Meiringen organisiert hat. Morgen sind sie aber in Unterbach, helfen die Teilstücke mittels Meringue-Masse zusammenzusetzen und anschliessend kostenlos zu verteilen. Präsentiert wird sie im glücklicherweise genug langen Gang des Gebäudes Luce A.

Berner Zeitung

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