Thun

«Noch nie so zuversichtlich gewesen wie jetzt»

ThunPeter Fahrni, Sprecher der IG Rasenspielfelder Thun-Süd, ist überzeugt, dass in Kürze eine Lösung zu den geplanten Spielfeldern bei der Arena kommuniziert werden kann. Auch im Stadtrat kommt das Thema wieder aufs Tapet.

Die Fläche vor der Stockhorn-Arena liegt nach wie vor brach. Schon bald jedoch könnte es in Sachen zusätzliche Rasenspielfelder zu einer Lösung kommen.

Die Fläche vor der Stockhorn-Arena liegt nach wie vor brach. Schon bald jedoch könnte es in Sachen zusätzliche Rasenspielfelder zu einer Lösung kommen. Bild: Michael Gurtner

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Die beschränkte Anzahl Kunst­rasenfelder stellt den Thuner Breitensport nach wie vor vor grosse Probleme. Insbesondere im Winter können diverse Teams deshalb nur eingeschränkt trainieren. Dort, wo dieser Mangel behoben werden könnte, klafft gähnende Leere – und dies seit Jahren. Deshalb kommen die geplanten zusätzlichen Rasenfelder direkt bei der Stockhorn-Arena erneut aufs politische Parkett – das nächste Mal in der Stadtratssitzung vom 26. Oktober. Mittels Interpellation will die SVP-/FDP-Fraktion vom Gemeinderat wissen, wie die Bemühungen vorankommen.

Im Frühling hat die Planung wieder Fahrt aufgenommen, als sich die Thuner Sportvereine FC Allmendingen, FC Dürrenast, FC Fortuna, FC Lerchenfeld, FC Rot-Schwarz, FC Thun, Thun Tigers (American Football) sowie TV Thun Rugby zur Interessengemeinschaft (IG) Rasenspielfelder Thun-Süd zusammenschlossen. Peter Fahrni, Sportchef des FC Allmendingen und Sprecher der IG, sagte im Juni, man sei gewillt, das Vorhaben nötigenfalls in Eigenregie zu realisieren. Fahrni erwähnte zudem, dass die IG «mit Kosten von rund drei Millionen Franken» rechne. Vorgesehen ist, dass die Stadt zwei Drittel davon trägt (wir haben berichtet).

Resultate noch im Oktober?

Ende 2016 verlangte die Burgergemeinde als Grundeigentümerin (vgl. Kasten), dass bis Ende 2017 Klarheit über die Spielfelder herrschen müsse, weil sie die ­Fläche sonst renaturieren werde. Die SVP und die FDP deponierten ihre Interpellation auch dafür, eine solche Renaturierung noch rechtzeitig zu verhindern. In seiner Antwort hält der Gemeinderat nun fest, dass er die IG «stets unter dem Vorbehalt der ­finanziellen Tragbarkeit» beim Bau der zwei vorgesehenen Rasenplätze unterstützen werde.

Ansonsten bleibt der Gemeinderat allerdings ziemlich vage: Die IG habe mit der HRS und der Migros Gespräche geführt – mit dem Ziel, die gültige Baubewilligung auf die IG zu übertragen. Auch mit dem Kanton hätten Gespräche hinsichtlich allfälliger Beiträge aus dem Sportfonds stattgefunden. Beide Anliegen sind «bis heute noch nicht abschliessend geklärt», so der Gemeinderat.

Auf Anfrage hält IG-Sprecher Peter Fahrni fest: «Letztlich ist es sekundär, ob wir oder die Stadt die Bewilligung erhalten. Wichtig ist, dass etwas geht, und dies ist der Fall.» Noch seien die Gespräche am Laufen, möglicherweise gebe es aber noch diesen Monat Resultate. «Wir sind bei allen Beteiligten auf offene Ohren gestossen und haben grosse Unterstützung gespürt.»

Auch mit Blick auf die von der Burgergemeinde gewährte Frist meint Fahrni: «Ich bin noch nie so zuversichtlich gewesen wie jetzt, dass es klappt.» Den im Juni präsentierten Zeitplan, wonach die Baumaschinen im Herbst 2018 auffahren könnten, hält er immer noch für realistisch. «Da die Baubewilligung dann abläuft, müssten die Arbeiten sowieso spätestens dann gestartet werden», so Fahrni. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 13.10.2017, 06:20 Uhr

Das Projekt

Das Hin und Her rund um den Bau zusätzlicher Spielfelder ist so alt wie die Stockhorn-Arena selbst. Entsprechende Ideen waren bereits bei der Stadioneröffnung im Juli 2011 vorhanden; die zusätzlich nötigen Garderoben etwa waren in der Arena im Rohbau erstellt worden.

Insbesondere wegen der hohen Kosten – zunächst war von 10 Millionen Franken die Rede – kam es bei den Gesprächen zwischen der Investorin HRS Real Estate AG, der Stadionbesitzerin Genossenschaft Fussballstadion Thun-Süd, der Burgergemeinde Thun als Grundeigentümerin sowie der Stadt Thun zu keiner Einigung. Im Juni 2016 wurde das bewilligte Bauprojekt der HRS um zwei Jahre bis zum Juni 2018 verlängert. gbs

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