Neue Bauetappe soll maximal 12 Millionen Franken kosten

Thun

Im September will die Thuner Freienhof AG über die neue Bauetappe informieren, die im Mai 2020 in Angriff genommen wird.

Bei den letzten Vorbereitungen zur Eröffnung des Giardino war auch Hoteldirektor Thomas König (r.) dabei.

Bei den letzten Vorbereitungen zur Eröffnung des Giardino war auch Hoteldirektor Thomas König (r.) dabei.

(Bild: Verena Holzer)

Als der Verwaltungsrat der Freienhof AG feststellte, dass die Kosten für die Umbauarbeiten nicht mehr tragbar sind, hat er letzten Herbst beschlossen, die Arbeiten zu stoppen und über die Bücher zu gehen. «Wir waren uns einig, dass wir nicht ein Projekt aus­lösen wollen, das in wenigen Jahren nur noch rote Zahlen schreibt», erklärte Verwaltungsratspräsident Corrado Pardini den 58'084 Aktien vertretenden 150 Stimmberechtigten an der Generalversammlung. Als Erstes lag ihm am Herzen, eine Gedenkminute für den im November verstorbenen früheren Verwaltungsratspräsidenten Fritz Reimann einzulegen. «Der Freienhof und dieser Saal, in dem wir uns befinden, wären ohne ihn nicht so, wie sie heute sind», so Pardini.

Mit Freude und Zuversicht

Die vergangene Zeit sei schwierig gewesen. Nach dem Auszug von Coop, der sich strategisch anders habe positionieren wollen, sei man mit der Suche nach einem Mieter konfrontiert gewesen. «Wir sind froh über den langfristigen Vertrag mit dem neuen Mieter, auch wenn der Ertrag geringer ist. Wir blicken zuversichtlich und mit Freude in die Zukunft», so Pardini. Für sozialen Wohnungsbau sei der Standort nicht geeignet gewesen, erklärte der Präsident.

Inzwischen ist der Altbau vermietet, zudem auch zehn der zwölf Wohnungen. In der nächsten Bauphase wird – mit einem Kostendach von 12 Millionen Franken – in Hotel, Restaurant und Seminarräume investiert. Der Verwaltungsrat wird in den nächsten zwei Monaten über die zwei vorliegenden Architekturvorschläge entscheiden. Am 7. September soll die Öffentlichkeit vor Ort über das Projekt informiert ­werden.

Trotz schwieriger Verhältnisse konnte das Hotel Freienhof die Zahl der Logiernächte im Betriebsjahr 2018 leicht steigern. «Bis Ende August war die Seminar- und Bankettabteilung geschlossen und später durch Lärmemissionen beeinträchtigt. Da dieser Bereich inzwischen saniert und erweitert wurde, hoffen wir, die weggebliebenen Grosskunden wieder zurückzugewinnen», hielt Hoteldirektor Thomas König im Jahresbericht fest.

Diese Umstände haben sich auch auf die Jahresrechnung ausgewirkt. Der Ertrag aus der Restauration sank gegenüber dem Vorjahr von 2,066 Millionen um 33 Prozent auf 1,39 Millionen Franken. Auch der gesamte Betriebsertrag war mit 3,634 Millionen Franken um knapp eine Million geringer. Nach Auflösung der Rückstellungen beträgt der Immobilienaufwand 1,486 Millionen, was zu einem Aufwandüberschuss von 1,579 Millionen führte. Er wird auf die neue Rechnung übertragen.

Aufgrund der momentanen Situation verzichtet der Verwaltungsrat auf eine Dividende, um das Eigenkapital von 2,316 Millionen Franken zu schützen. Geschäftsbericht, Rechnung und Aussetzung der Dividendenausschüttung wurden einstimmig angenommen. Der Präsident wurde, mit einer Enthaltung, und die fünf weiteren Ratsmitglieder einstimmig für ein Jahr wiedergewählt.

Giardino eingeweiht

Derweil wurde am Dienstag das Giardino des Freienhofs aus seinem Dornröschenschlaf aufgeweckt und eingeweiht. «Unter dem Titel Aare Surf sind wir auf eine moderne Schiene aufgesprungen. Neben den obligaten Gartenmöbeln haben wir Palettenmöbel und Strandkörbe aufgestellt», erklärte König. Bei gutem Wetter werden an der Beach Bar Grilladen und Getränke angeboten. Das Giardino ist ein Ort zum Verweilen und zum Chillen geworden.

Thuner Tagblatt

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