Männer sangen romantische Opernmelodien

Steffisburg

Der mit Sängern aus Le Männerchor Steffisburg verstärkte Männergesangverein Steffisburg beglückte übers Wochenende mit romantischen Opernklängen.

Männergesangverein Steffisburg mit Solistenterzett Judith Graf, Elise Duclos, Michael Nowak und Klavierquartett unter der Leitung von Klaus Scheibenpflug. Foto: Heidy Mumenthaler

Männergesangverein Steffisburg mit Solistenterzett Judith Graf, Elise Duclos, Michael Nowak und Klavierquartett unter der Leitung von Klaus Scheibenpflug. Foto: Heidy Mumenthaler

Unter der Leitung von Klaus Scheibenpflug probte der Männergesangverein Steffisburg ein Jahr an einem auserlesenen, schön zusammengestellten Programm. Übers Wochenendeliessen 36 Sänger des mit Mitgliedern aus Le Männerchor Steffisburg verstärkten Männergesangvereins das Publikum in der Kirche Steffisburg in romantische Opernklänge eintauchen.

Schmissig und temperamentvoll musizierten Theresa Bokany, Violine, Arpad Szabo, Violoncello, Màtyàs Vinczi, Kontrabass, und Elvino Arametti am Flügel vom ersten bis zum letzten Ton des 90-minütigen Konzertes. Sie bereicherten mit farbiger, klangvoll untermalter Begleitung und Intermezzi.

Er kennt bereits die Vorlieben der Sänger, denn seit 2015 dirigiert Klaus Scheibenpflug den Männergesangsverein Steffisburg. Dazu scheute er keinen Aufwand, hatte er doch sämtliche Titel für den Abend selber bearbeitet.

Es glückte ihm ebenso, dazu passende Vokalsolisten auszuwählen: Judith Graf, Sopran, Elise Duclos, Mezzosopran, und Michael Nowak, Tenor, bereicherten mit ihren opernhaften, klaren Stimmen. Wortdeutlich liessen die Mitwirkenden in romantisch beglückende Melodien eintauchen.

Einfühlsam und inbrünstig

Erfrischend und feurig stimmten Instrumentalquartett und Chor in «Sprühe Flammen, glühe Eisen» aus «Der Waffenschmied» ein. Mit weiteren bekannten Titeln wie etwa aus den Opern «Undine» von Albert Lortzing und «Martha» von Friedrich von Flotow schmeichelten die wohlklingenden Stimmen mit beliebten Ohrwürmern.

Unter den Melodien sorgten der «Chor der Studenten» aus «Hoffmanns Erzählungen», Offenbachs «Cancan» aus «Orpheus in der Unterwelt», Rossini, Lehár oder auch Kálmán für anregende und heitere Stimmung. Nahtlos folgte ein Höhepunkt nach dem andern. Es war ein Ohrenschmaus, wie der Chorleiter mit seinen Sängern einfühlsam und mit Inbrunst die verschiedenen Chorpartien gestaltete.

Mit Ausstrahlung, ausgewogen und geschmeidig erklangen die Solopartien. Mit Johann Strauss «Im Feuerstrom der Reben» liessen Chor, Solistenterzett und dem orchestral musizierenden Instrumentalquartett den Abend ausklingen. Das Publikum bestätigte mit tosendem Beifall die nachklingende Qualität der Darbietungen. Erst nach der Zugabe «There’s me» von Adrew Lloyd Webber herrschte Aufbruchstimmung.

Thuner Tagblatt

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