Thun

Luca Hänni: «Das Thunfest ist für mich Heimat»

ThunNachdem es letztes Jahr nicht geklappt hat, sind die Chancen gross, dass Luca Hänni dieses Jahr am Thunfest auftritt. Der DSDS-Sieger spricht über seine Vorfreude, aber auch über platte Texte und Steuertricks.

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Diese Woche schlossen Sie Ihre gemeinsame Tournee mit Daniele Negroni in Zürich ab. Wie war das Konzert?
Luca Hänni: Grossartig. Ich hatte nach drei Auftritten im Volkshaus einen Gig in einem kleinen Club erwartet. Aber meines Wissens fanden rund 2000 Fans den Weg ins Komplex. Das Konzertlokal ist grossartig und die Stimmung war genial.

Wie sieht Ihre Bilanz nach der gemeinsamen Tournee mit Daniele Negroni aus?
Wir wollten uns mit diesen zehn Konzerten bei den Fans bedanken für ein unglaubliches Jahr. Die Idee entstand, als ich Daniele bei seinem Konzert in Zürich überraschte und die Fans das richtig gut fanden. Dass wir jetzt eine ganze Tour so machen konnten, war richtig cool.

Karrieren von Castingshow-Siegern erleiden nach einem Jahr mit einem Album und einer Tour in der Regel einen Bruch. Merken Sie davon etwas?
Bisher zum Glück nicht, ich kann mich nicht über mangelndes Interesse beklagen. Es hat sich sicher gelohnt, mit Hochdruck an einem zweiten Album zu arbeiten, sodass es jetzt in den Läden steht.

«Living the Dream» ist seit knapp einer Woche im Verkauf. Wie sind die Rückmeldungen?
Ich glaube, das Album wird von vielen positiv aufgenommen. In die iTunes-Charts sind wir gut gestartet. Jetzt sind wir gespannt, wie es nächste Woche aussieht, wenn die offizielle Verkaufshitparade veröffentlicht wird.

Sie haben bereits früher angekündigt, nicht mehr mit Dieter Bohlen zusammenzuarbeiten. Wer hat bei «Living the Dream» alles die Hände im Spiel?
Oh, das sind Unzählige. Aber den wichtigsten Part nehmen sicher das Produzententeam von Madcon in Amsterdam und ein Berliner Team ein. Ich bin schon lange ein Fan von Madcon und habe den Jungs einfach mal geschrieben, ob wir was machen könnten. Zu meiner grossen Begeisterung haben sie zugesagt. Daneben sind mit «Closer to You» und «The Best Thing» auch zwei Songs auf dem Album, die ich selber geschrieben und zuerst in meinem kleinen Heimstudio in Uetendorf aufgenommen habe.

Sie haben extra Englisch gelernt, um zu verstehen, was Sie singen, haben Sie einmal gesagt. Jetzt sind die meisten Texte auf «Living the Dream» aber gelinde gesagt alles andere als eine Ausgeburt von Tiefgang und Intelligenz...
Ach – ich hab mir gedacht: Ein wenig draufhauen, kann nicht schaden. Ich kann zu den Texten und den Aussagen in meinen Songs stehen. Seien wir ehrlich: «In meinen schmutzigen Gedanken nehme ich dich heute Nacht mit auf mein Zimmer» tönt doch knackiger als «Ich möchte gerne mit dir kuscheln». Das Album ist ein Partyalbum, und an Partys dreht sich halt nun mal alles um gute Laune, Mann und Frau. Zudem zeigen «The Best Thing» und «Closer to You», dass ich durchaus auch eine sensible und tiefgründige Seite habe. Aber mit ruhigen Songs mit viel Tiefgang ist es nicht möglich, an einem Konzert so richtig Gas zu geben. Ich wollte aber ein Album, das sich live mit viel Druck und Power umsetzen lässt.

Ein anderes kritisches Thema, mit dem Sie jüngst konfrontiert wurden, ist Ihre Steueroptimierung. Haben Sie eine GmbH gegründet, damit Sie für das Geld, das Sie bei DSDS gewonnen haben, weniger Steuern zahlen müssen?
Das ist ein tatsächlich angenehmer Nebeneffekt der Firmengründung. Auslöser für die Gründung war aber, dass ich meinen Bruder bei mir anstellen wollte. Um das sauber und sicher zu regeln, war die Gründung einer GmbH am naheliegendsten.

So wie es im Moment aussieht, treten Sie dieses Jahr am Thunfest auf. Warum erst heuer?
Nachdem es letztes Jahr nicht geklappt hat, bin ich überglücklich, dass wir jetzt mit den Verhandlungen auf der Zielgeraden sind und es wirklich danach aussieht, als würde es dieses Jahr endlich klappen. Ich wohne in Uetendorf – Thun und das Thunfest sind für mich Heimat. Ich will unbedingt auftreten und freue mich riesig!

Haben Sie schon eine Ahnung, ob Sie Thun mit etwas Besonderem überraschen werden?
Ganz ehrlich: Ich habe noch keinen Plan, wie das Konzert aussehen wird. Ich habe aktuell einfach zu viel um die Ohren, um im Detail soweit vorauszuplanen. Aber wer weiss: Vielleicht klappt es mit einem Gastauftritt von einem Künstler. Ich liebe es, mit anderen Musikern zusammenzuarbeiten und wäre megahappy, wenn sich was machen liesse.

Das Album «Living the Dream» von Luca Hänni ist überall erhältlich. www.lucamusic.ch (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 25.04.2013, 10:12 Uhr

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