Thun

Lehrstellen: Offene Türen eingerannt

ThunEin SP-Postulat forderte vom Gemeinderat, Jugendliche mit Migrationshintergrund bei der Lehrstellensuche zu unterstützen. Dies ist allerdings bereits in verschiedenster Hinsicht der Fall.

In Thun werden Jugendliche mit Migrationshintergrund bei der Lehrstellensuche unterstützt. (Symbolbild)

In Thun werden Jugendliche mit Migrationshintergrund bei der Lehrstellensuche unterstützt. (Symbolbild) Bild: freshfocus

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Der Stadtrat behandelte in der Sitzung vom Donnerstag ein Postulat von SP-Vertreterin Darshikka Krishnanantham. Sie hatte den Gemeinderat gebeten, zu prüfen, wie Jugendliche mit Migrationshintergrund bei der Lehrstellensuche unterstützt werden können.

Sie hätten es «besonders schwer, eine Lehrstelle zu finden», etwa wegen ungenügender Sprachkenntnisse oder knapper finanzieller Ressourcen der Eltern.

«Mannigfaltiges Angebot»

Der Gemeinderat hielt in seiner Antwort fest, dass bereits heute ein «mannigfaltiges Angebot zur Unterstützung von fremdsprachigen Jugendlichen und ihren Eltern besteht».

Nebst ergänzenden Hilfestellungen in der Volksschule existieren etwa auch kantonal organisierte Angebote wie das berufsvorbereitende Schuljahr, die Berufsberatungs- und Informationszentren oder auf der Ebene der Stadt Thun die Beratungsmöglichkeit im Kompetenzzentrum Integration Thun-Oberland.

Wie die Regierung – gestützt auf aktuelle Zahlen – weiter betonte, «übersteigt das Angebot an Lehrstellen insgesamt die Nachfrage der Jugendlichen nach Lehrstellen». Daher sah der Gemeinderat aktuell keinen Handlungsbedarf für weiter gehende eigene Angebote.

Während die Ratslinke das Anliegen Krishnananthams unterstützte und forderte, das Postulat anzunehmen, aber nicht abzuschreiben, beurteilten mehrere Vertreter der Bürgerlichen den Status quo als ausreichend. Der Stadtrat nahm das Postulat letztlich einstimmig an und schrieb es zudem mit 24 zu 12 Stimmen ab. (gbs)

Erstellt: 16.02.2018, 16:07 Uhr

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