Thun

Lauenenplätzli soll ein neues Gesicht erhalten

ThunWenn der Kanton am Lauitorstutz einen neuen Radstreifen und ein neues Trottoir baut, will die Stadt die Chance nutzen und das Lauenenplätzli umgestalten. Der Stadtrat befindet am 19. Januar über einen 400'000-Franken-Kredit.

So sieht das Lauenenplätzli an Burgstrasse (vorne) und Lauenenweg (links und rechts) heute aus. Mit der Umgestaltung soll der rechte Arm des ­Lauenenwegs wegfallen und das Plätzli dafür an den Chratzbach ausgeweitet werden. Die Parkplätze fallen ersatzlos weg.

So sieht das Lauenenplätzli an Burgstrasse (vorne) und Lauenenweg (links und rechts) heute aus. Mit der Umgestaltung soll der rechte Arm des ­Lauenenwegs wegfallen und das Plätzli dafür an den Chratzbach ausgeweitet werden. Die Parkplätze fallen ersatzlos weg. Bild: Michael Gurtner

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Im April beginnen am Lauitor­stutz die Bauarbeiten: Der Kanton verbreitert die Strasse, markiert bergwärts einen neuen Velostreifen und baut direkt daneben ein Trottoir. Es handelt sich dabei um eine der flankierenden Massnahmen zum Bypass Thun-Nord mit dem Einbahnregime in der Innenstadt – der Radstreifen soll verhindern, dass langsame Velofahrerinnen und -fahrer den Verkehr aufhalten, mit dem ganzen Projekt will der Kanton zudem die Sicherheit für den Langsamverkehr verbessern. Geplant sind zwei Intensivbauphasen jeweils zwischen Frühling und Herbst in den Jahren 2018 und 2019.

Es ist allerdings nicht die einzige geplante Bautätigkeit im Bereich Lauitorstutz: «Die Stadt Thun will im Zuge des Kantonsprojektes die Chance zur Aufwertung der Situation beim Einmünder Lauenenweg–Burgstrasse wahrnehmen», heisst es in den Unterlagen zur nächsten Stadtratssitzung vom 19. Januar. Dass der Baustart ebenfalls im Frühjahr erfolgen soll, ist kein Zufall: Durch die gemeinsame Realisierung mit dem Kantonsprojekt können laut dem Gemeinderat «gestalterische, technische, verkehrliche und organisatorische Synergien genutzt werden».

Bessere Aufenthaltsqualität

Heute ist das Lauenenplätzli bei der erwähnten Einmündung rundum von Strassen umgeben – einerseits von zwei Ästen des Lauenenwegs, andererseits von der Burgstrasse. Trotzdem ist es gemäss Stadtratsunterlagen beliebt und werde durch die Anstösser des Lauenenquartiers «rege für einen Zwischenhalt genutzt». Anstelle des heutigen, inselartigen Aufenthaltsbereichs soll ein neuer Park geschaffen werden, der auf Kosten des von der Burgstrasse her gesehen rechten Arms des Lauenenwegs bis an den Chratzbach ausgeweitet wird. Die Anlage wird mit einer Mauer begrenzt.

«Im Inneren umspielt eine mit standortgerechten Bäumen und Sträuchern bestandene Wiese einen chaussierten Treppenweg, welcher sich mittig zu einem Aufenthaltsplatz ausdehnt», schreibt der Gemeinderat. Installiert werden zudem Sitzbänke, Staudenbeete und Pollerleuchten. Die Thuner Regierung ist überzeugt, dass «die Aufenthaltsqualität für die Pärklibenutzer massiv verbessert» werden könne.

Die heutigen Parkplätze am Lauenenweg werden ersatzlos aufgehoben. Dies geschieht bereits mit dem Baubeginn des Radstreifens und des Trottoirs am Lauitorstutz im April und ist eine Begleitmassnahme zur für den Spätherbst geplanten Eröffnung des Parkings im Schlossberg. Der Fussgängerstreifen auf der Burgstrasse direkt vor dem Lauenenplätzli wird zudem mit einer ­Mittelinsel ausgestattet. Dies bedingt ein Linksabbiegeverbot für Lastwagen vom Lauenenweg her. Die Chauffeure müssen also nach rechts wegfahren und beim zukünftigen Kreisel Schlossberg wenden.

Kredit von 400'000 Franken

Das Projekt wurde in das Strassenplanverfahren Neubau Radstreifen und Trottoir Lauitor­stutz integriert und öffentlich aufgelegt – Einsprachen gegen die Anpassung der Grünanlage Lauenenplätzli gingen keine ein. Die Kosten für die Umsetzung betragen 400'000 Franken. Einen entsprechenden Kredit legt der Gemeinderat dem Stadtparlament am 19. Januar vor. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 13.01.2018, 07:53 Uhr

Artikel zum Thema

Ausbau Lauitorstutz löst Kontroverse aus

Thun Die geplante Umgestaltung des Lauitorstutzes mit dem Bau eines Radweges und Trottoirs stösst auf reges Interesse: Im Rahmen der Mitwirkung gingen 24 Eingaben ein, darunter eine vom Thuner Gemeinderat. Mehr...

Neuer Anlauf für einen Veloweg am Lauitorstutz

Thun Der Kanton Bern will am Lauitorstutz in Thun einen Radstreifen und ein Trottoir bauen. Dem 2 Millionen Franken teuren Projekt müssten 28 Bäume und Büsche weichen. Mehr...

Abo

Immer die Region zuerst. Im Digital-Abo.

Die BZ Berner Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 29.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Blogs

Foodblog Wenn Pappa kocht
Tatort: Ciao Mario, grazie per tutto!

Service

Auf die Lesezeichenleiste

Hier lesen Sie unsere Blogs.

Die Welt in Bildern

Unter der Lupe: Die Kunststudent Lea Porre vom Central St. Martins College zeigt ihre Arbeit unter dem Titel: «101 Archeology» in London.(15. Januar 2018)
(Bild: REUTERS/Peter Nicholls) Mehr...