Kolibakterien im Trinkwasser festgestellt

Zweisimmen

Das Trinkwasser in Zweisimmen ist durch Kolibakterien verunreinigt und darf nicht getrunken werden. Die zu treffenden Massnahmen müssen mindestens bis Mittwoch eingehalten werden.

In Zweisimmen ist das Trinkwasser derzeit durch Kolibakterien verunreinigt und darf nicht getrunken werden (Symbolbild).

In Zweisimmen ist das Trinkwasser derzeit durch Kolibakterien verunreinigt und darf nicht getrunken werden (Symbolbild).

(Bild: Urs Baumann)

Aus Lautsprechern der Feuerwehr mussten die Bewohner von Zweisimmen und Umgebung am Samstagnachmittag erfahren, dass ihr Trinkwasser bakteriologisch verunreinigt ist und auf keinen Fall getrunken oder zum Zähneputzen verwendet werden darf. «Bei der periodischen Qualitätskontrolle des Trinkwassers in der Gemeinde wurde vom beauftragten Laboratorium eine bakterielle Verunreinigung festgestellt», erklärt eine Medienmitteilung Seitens der Wasserversorgungsgenossenschaft Zweisimmen (WvgZ).

Festgestellt hätte man Kolibakterien, sagt Rudolf Spalinger, Präsident der WvgZ auf Anfrage. Diese kommen in der Darmflora von Säugetieren vor, aufgrund der starken Regenfälle der vergangenen Tage könnte es zu einer Fekalverschmutzung im Schutzgebiet gekommen sein. Die Gründe seien jedoch noch nicht bekannt.

Der Ursprung der Verunreinigung sei auf die Grünholzquelle oberhalb von Blankenburg zurückzuführen. Betroffen sind daher die Versorgungsgebiete Blankenburg, Oberried, Mannried, Grubenwald, Steinegg, Obegg, Mosenried und das Dorf Zweisimmen, wie man auf der Internetseite der WvgZ nachgeschlagen werden kann.

«Keinen Grund zur Panik»

Noch am Samstagnachmittag sei das gesamte Netz gespült und die betreffende Quellenzuleitung vorübergehend ausser Betrieb genommen worden. Und Spalinger beruhigt: «Wir haben eine Kolibakterie pro Messung festgestellt», es bestehe keinen Grund zur Panik. Die Massnahmen seien Seitens Kanton angefordert worden, die Wasserqualität müsse wieder den Wert 0 aufweisen (Samstag: 1). Kontrolliert werde das Wasser Minimum zwei Mal pro Jahr von Brunnenmeister Hansjörg Zeller, der eine Probe an die zuständigen, kantonalen Laborstellen zur Untersuchung weiterleite. Heute Sonntag würde man neue Proben nehmen.

Da die Laborstellen übers Wochenende geschlossen seien und «Kolibakterien zuerst angesetzt werden und einen Tag wachsen müssen, bevor sie festgestellt werden können», könne frühstens am Montag eine Probe versandt und frühstens am Dienstag Abend oder Mittwoch mit einer eventuellen Auflösung der Situation gerechnet werden, erklärt Rudolf Spalinger weiter. Bis dahin müssten die empfohlenen Vorsichtsmassnahmen ernst genommen werden.

Hotline WvgZ: Tel: 033 722'33'50

Berner Oberländer

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