Thun

Jugendliche im Wortwettstreit

ThunAm Final des Slam-at-School-Projekts redeten 13 Oberstufenschüler aus dem Kanton Bern um den Sieg. Es moderierten der Poetry-Slammer Remo Rickenbacher aus Thun und der Slammer Valerio Moser aus Langenthal.

Natascha aus Langnau gewann den Contest.

Natascha aus Langnau gewann den Contest. Bild: Angela Krenger

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«Ohne positiv Schinkli wird niemer häppli», eröffnete Remo Zumstein, Schweizer Meister im Poetry-Slam, den Abend. Zum Einstieg präsentierte er eine Wortspielerei zwischen Frühstückshäppchen und Lebensweisheiten. 13 Oberstufenschüler der Real-, Sekundar- und Spezial-Sekundarschule taten es ihm gleich und lasen ihre Finaltexte vor.

An öffentlichen Veranstaltungen an ihrer Schule wurden die Finalisten ausgewählt. Während sechs Minuten mussten die jungen Dichter einen Text vortragen. Dabei wurde sowohl die Originalität des Inhalts als auch der Auftritt, sprich die Performance, vom Publikum bewertet.

Mit Nutella auf Rang 1

Das mehrheitlich junge Publikum war begeistert. Natascha aus Langnau erzählte von ihrer Liebe zu Nutella und holte sich damit den ersten Platz. Drei Künstler bearbeiteten ihren Schulalltag, und der Langnauer Manuel widmete seine Rede der Pubertät. Dominic aus Meiringen versetzte sich in eine Ming-Vase hinein und zerbrach an deren Langeweile. Damit schaffte er es auf den zweiten Platz.

Auch den zweiten Rang erlangte Sara aus Belp mit einem kulinarischen Liebesgedicht. Jael aus Adelboden beschrieb eine nervige Fahrt auf die Griesalp. «Wir haben ihnen geraten, über den Alltag zu dichten oder über Dinge, die sie gut kennen», so der Langenthaler Valerio Moser.

Das Projekt Slam at School wurde von Tina Messer, Remo ­Rickenbacher und Valerio Moser ins Leben gerufen. Dabei erhielten die Siebt, Acht- und Neuntklässler Tipps von erfahrenen Poetry-Slammern. Nach dem ­Pilotprojekt 2013 fanden 2015/2016 vier wöchige Workshops an 6 Schulen in je zwei Klassen statt. Dabei übten Schüler vom Seeland bis ins Berner Oberland in drei Lektionen pro Woche das dich­terische Handwerk des Poetry- Slammens.

«Ich bin vorher noch nie alleine vor einem Publikum dieser Grösse aufgetreten», beschreibt Gian-Luca Bore aus Büren an der Aare seine Erfahrungen. In seinem Slam sprach er übers Rappen und unterstrich seinen Auftritt mit Beatboxing. In seiner Freizeit spielt der Sechzehnjährige in einer Band; er könne sich vorstellen, auch weiterhin Slam -Poetry zu dichten.

«Es war schön, zu sehen, wie die Schüler an Ideen arbeiteten und ihre Texte weiterentwickelten», sagte Valerio Moser über das Projekt, «das wäre während eines eintägigen Workshops nicht möglich.» Remo Rickenbacher freut sich über die zahlreichen Zuschauer, die den Weg in die Konzepthalle gefunden hatten.

Obschon keine Klasse aus Thun dabei war, wurde der Final aus geografischen Gründen in Thun geplant, das sich etwa in der Mitte der beteiligten Gemeinden be­findet. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 19.06.2016, 18:55 Uhr

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