Thun

Hommage an Ferdinand Hodler

ThunSabine Kaipainen (CH), Laura Murto (FIN) und Alize Rand (USA) haben zusammen eine Hommage an Ferdinand Hodler erarbeitet.

Blau-weiss wie der Himmel: In der Hommage an Ferdinand Hodler zeigen Sabine Kaipainen (links) und Laura Murto Kleider und Bilder  überwiegend in ­cyanblauen Farbtönen.

Blau-weiss wie der Himmel: In der Hommage an Ferdinand Hodler zeigen Sabine Kaipainen (links) und Laura Murto Kleider und Bilder überwiegend in ­cyanblauen Farbtönen. Bild: Verena Holzer

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«Der Himmel ist blau und weiss», eröffnete Laura Murto singend und von Tuomas Kaipainen auf der Oboe begleitet am Wochen­ende die Ausstellung in der Kunstgalerie Hodler. Diese steht unter dem Titel «Hommage à Ferdinand Hodler».

Die im Rahmen eines Kunststipendiums 2014 in der Schweiz weilende Murto sei in die blaue Hodler-Welt eingetaucht und habe sich von dessen grandiosen Landschaften und Frauenfiguren inspirieren lassen, erklärte Galerist Markus Hodler den rund 60 Vernissagegästen.

Zu Hodlers Todestag

Zuerst entdeckte die professionelle Musikerin und Modemacherin Sabine Kaipainen die Bilder von Laura Murto mit den blauen Landschaften, Engeln und Göttinnen. Beim ersten Treffen mit der Kunstmalerin kristallisierte sich die Idee eines gemeinsamen Hodler-Projekts zu dessen 100. Todestag heraus.

In Kollaboration mit der vielfach ausgezeichneten Fotografin Aliza Rand entstand eine beeindruckende Ausstellung, welche bereits in Ljubljana präsentiert wurde und im November 2018 im Espoo Culture Center in Finnland gezeigt wird.

Seit 2012 arbeitet Sabine Kaipainen mit Aliza Rand zusammen. Während ihres Studiums hat die Amerikanerin ihr eigenes fotografisches Verfahren der Cyanotypie entwickelt. Mit die-sem aus dem 19. Jahrhundert stammenden Blaudruckverfahren konzentriert sich Rand vorwiegend auf Performance und Szenen aus dem Leben, welche sie direkt auf Textilien belichtet.

«La femme en extase»

Aus diesen Stoffen hat Kaipainen für die Ausstellung zehn einzigartige Damenkleider in Blau und Weiss geschaffen – benannt nach Frauen um Ferdinand Hodler. Ein beeindruckender Blickfang ist das vier Meter lange und drei Meter breite Werk «La femme en extase». Mit «pikkutakki» (kleine Jacke) arbeitet sie mit Rand an einem weiteren gemeinsamen Projekt

In einem Kleid von Kaipainen präsentierte sich auch die Malerin Laura Murto. «Als ich im waadtländischen Chexbres an der Stelle stand, von der aus Hodler die Landschaften gemalt hat, war ich tief berührt – ich wurde vom Hodler-Fieber erfasst», meinte sie.

So sind Niesen, Stockhorn, Thuner- und Genfersee nicht nur auf den Kleidern in Blau-Weiss festgehalten, sondern auch in ihren Bildern, wobei Murto mit etwas Grün die Harmonie in den Bildern optimiert.
Die Ausstellungdauert bis 15. September und ist von Dienstag bis Freitag von 9 bis 12 und von 13.30 bis 18.30 sowie am Samstag von 9 bis 16 Uhr geöffnet.

Am kommenden Freitag lädt das Ensemble Musica Poetica mit Sabine und Tuomas Kaipainen zu Duetten aus drei Jahrhunderten mit historischen Holzblasinstrumenten in die Kunstgalerie Hodler ein. Eintritt frei – Kollekte.
www.hodler-thun.ch (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 04.09.2018, 08:10 Uhr

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