Gleitschirm-Flieger trainieren in Interlaken

Interlaken

Die weltbesten Gleitschirm-Streckenflieger trainieren dieses Wochenende in der Region Interlaken.

Am kommenden Wochenende verkehrt hochkarätige Gleitschirmgesellschaft hoch über und rund um Interlaken: 20 auserwählte Gleitschirmpiloten aus neun Nationen wurden von den Verantwortlichen des Thuner Gleitschirmherstellers Advance zu einem Ausbildungscamp für künftige Streckenrekordflüge selektioniert und eingeladen. Während des Camps können die Teilnehmer von den Erfahrungen der Gleitschirmprofis wie Weltmeister Andy Aebi (Oberwil), X-Alps-Champion Christian Maurer (Unterseen), Greg Blondeau oder Kari Eisenhut profitieren. Die Wetterprognosen stimmen schon mal zuversichtlich: «Wir werden versuchen, unsere Trainingsflüge bis hinunter zum Genfersee und zurück durchzuführen», freut sich der Interlakner Organisator Kari Eisenhut.

Acht Erfolgsfaktoren

Acht Erfolgsfaktoren sind es, welche Eisenhut und sein Instruktorenteam an die 20 Kursteilnehmer vermitteln wollen. Einen davon erklärt der ehemalige Europameister und heutige Testpilot wie folgt: «Der Wind fliesst zwischen den Bergen wie das Wasser in der Aare. Erfahrene Gleitschirmpiloten können diese Strömungen, Turbulenzen und physikalischen Vorgänge spüren, Aufwinde erkennen und ihre Flugroute entsprechend anpassen.» Kari Eisenhut und seine Referenten wollen den Campteilnehmern beibringen, wie sie dieses Gespür mental, taktisch und technisch umsetzen können. Die heutigen Gleitschirmgenerationen erlauben Flüge weit über 200 Kilometer. Eisenhut: «Entgegen der weit verbreiteten Meinung kann ein erfahrener Pilot in einer Thermik immer wieder an Höhe gewinnen und mehrere Stunden in der Luft verbringen.» Der aktuelle Europarekord im Streckenfliegen liegt bei 335 Kilometern.

20 von 300 sind dabei

Streckenflug ist im Gleitschirmsport die beliebteste Disziplin. Über 8000 Piloten nehmen am X-Contest, einem internationalen Cupwettbewerb, teil. Via Internet wird täglich eine Rangliste sämtlicher per GPS registrierten Flüge veröffentlicht. Dieser Wettbewerb läuft während des ganzen Jahres. Kari Eisenhut: «Mehr als 300 Piloten haben sich für unser internationales Advance-Streckenflugteam beworben. Wir konnten aber nur die 20 Besten zum Ausbildungscamp einladen.»

Berner Oberländer

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