Grindelwald

Giardino führt Luxushotel in der «Bergwelt»

GrindelwaldIn der Grossüberbauung Bergwelt will die Giardino Hotel Group im Dezember 2016 ein Fünfsternluxushotel mit 70 Zimmern eröffnen. Das bestätigte Giardino-CEO Philippe Frutiger – früherer Lenkerhof-Direktor – gegenüber dieser Zeitung.

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«Ihr Herz wird höherschlagen, Ihre Augen werden sich nicht mehr schliessen wollen, und Ihrer Begeisterung werden keine Grenzen gesetzt – was Sie hier finden, das sind traumhafte Eigentumswohnungen, exklusive Chalets und ein alle Ansprüche übertreffendes Boutiquehotel.» Das verspricht die Generalunternehmung HRS Estate AG in der Verkaufsdokumentation für die «Bergwelt Grindelwald».

Am Sonntag schlug mindestens schon Mal das Herz von Emanuel Schläppi etwas höher, als er von der «guten Nachricht» hörte: «Ich bin hocherfreut, dass es mit Giardino klappt. Wir haben uns genau ein Luxushotel von diesem Format vorgestellt und auch entsprechend gefordert», erklärte Grindelwalds Gemeindepräsident am Telefon. Der Name sei in Zusammenhang mit der «Bergwelt» zwar öfters gefallen, bisher sei aber nichts Konkret gewesen.

Eröffnung im Dezember 2016

Dass die Verträge jetzt offenbar unterschrieben sind, verkündete gestern die «SonntagsZeitung»: «Wir werden ein Luxushotel in Grindelwald eröffnen», wird Philippe Frutiger im Artikel unter dem Titel «Giardino-Gruppe eröffnet Luxushotel in Grindelwald» zitiert. Gegenüber dem Berner Oberländer bestätigte der CEO der Giardino Hotel Group gestern, dass die Fünfsternherberge mit 70 Zimmern im Dezember 2016 eröffnet wird.

Sie werde entweder «Giardino Grindelwald» oder «Giardino Resort Grindelwald» heissen. Die Giardino-Gruppe tritt allerdings nicht als Investor auf – «wir managen den Betrieb des Hotels und des Resorts, und wir machen auch das Konzept für die Inneneinrichtung», erklärt Frutiger, den Giardino-Look werde man auch in Grindelwald erkennen.

Das Boutiquehotel ist Teil der 100-Millionen-Franken teuren Grossüberbauung im Zentrum des Gletscherdorfs. Rundherum entstehen sieben Chaletvillen und Eigentumswohnungen in Mehrfamilienchalets, die vermietet oder verkauft werden. Die Käufer und Mieter werden das Dienstleistungsangebot des Hotels nutzen können. Der Bau der Chalets an der Dorfstrasse hat im Oktober 2012 begonnen, und mehrere Gebäude sind bereits aufgerichtet.

Frutiger, der gebürtige Oberhofner, glaubt trotz Eurokrise ans Potenzial in Grindelwald: «Das Dorf vor der einmaligen Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau hatte einst ähnliche Voraussetzungen wie St.Moritz oder Zermatt, zur Weltmarke im Tourismus zu werden. Leider hat das aber nicht geklappt», sagte der Giardino-Chef gegenüber der «SonntagsZeitung». In Gstaad gebe es wohl zu viele, in Grindelwald eindeutig zu wenige Luxusherbergen.

Diese Meinung teilt Gemeindepräsident Schläppi: «Neben dem Giardino und dem Romantikhotel Schweizerhof hoffen wir, dass auch für das im Moment geschlossene Grandhotel Regina und das Hotel Fiescherblick bald gute Luxuslösungen gefunden werden können.» Der Euroschwäche ist Grindelwald wegen der Gästestruktur bekanntlich weniger ausgesetzt ist. Im Gletscherdorf sind asiatische und schweizerische Touristen für das Aufkommen entscheidend. (Berner Oberländer)

Erstellt: 02.02.2015, 07:44 Uhr

Ein Oberhofner

Philippe Frutiger (46) ist im Berner Oberland bestens bekannt. Der gebürtige Oberhofner führte zusammen mit seiner Frau
Daniela von 2002 bis 2006 den Lenkerhof. Das Paar machte das Fünfsternhaus innerhalb von wenigen Jahren zu einem der besten Hotels der Schweiz. 2005 verliehen Gault Millau Schweiz und die Uhrenfabrik IWC dem Lenkerhof gemeinsam den
Titel «Hotel des Jahres», und Philippe Frutiger erhielt die Auszeichnung zum «Hotelier des Jahres».bst/lt

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