Thun

Ferienpass erfindet sich neu

Thun Für das Make-over des Thuner Ferienpasses trafen sich am Samstag 23 Kinder und Jugendliche, um am Relaunch-Konzept mitzuwirken.

Beim Fotoshooting für den neuen Ferienpass: Timo und Lynn Heinzmann mit Fotograf Ramon Lehmann.

Beim Fotoshooting für den neuen Ferienpass: Timo und Lynn Heinzmann mit Fotograf Ramon Lehmann.

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«Wir sind daran, auf unser 40-jähriges Bestehen hin den Ferienpass rundum aufzufrischen», sagt Jennifer Müller aus dem Thuner Ferienpass-Team. «Wir haben Umfragen bei den Eltern und den Veranstaltern gemacht. Uns war aber am wichtigsten, dass wir vor allem Kinder miteinbeziehen, denn sie sind schliesslich die Ferienpass-Nutzer.»

Daraus entstanden sind zwei halbtägige Workshops in einem Atelier in Allmendingen. Das Ziel: Ideen für Angebotserweiterungen sammeln, ein neues Logo entwerfen und Ferienpass-Botschafter ­finden.

Ferienpass-Botschafter

An den Workshops vom Samstag vertraten 23 Jungen und Mädchen die Meinung von rund 1200 Kindern, die jedes Jahr am Programm des Ferienpasses teilnehmen. «Bestenfalls werden die Kinder, die teilgenommen haben, zu Botschaftern für den aufgefrischten Ferienpass», sagt Jennifer Müller. Aus diesem Grund gehörte zu dem Workshop auch ein Fotoshooting. «Ich würde gerne auch beim Ferienpass ein solches Fotoshooting machen», sagt die 13-jährige Romina Harlacher, die mit ihrem Frisurencrashkurs die jüngste Veranstalterin im Ferienpass ist. «Cool wäre es auch, wenn wir einen kurzen Film drehen oder einen Schauspielkurs machen könnten.»

Angepasste Angebote

Eine der Erkenntnisse, die die Organisatorinnen der Workshops gewinnen konnten, war das bestehende Bedürfnis nach mehr Angeboten für Kinder ab der Oberstufe. «Der Fokus lag bisher eher auf Angeboten für Kinder zwischen sieben und elf Jahren», sagt Silvia Wyss, Geschäftsführerin des Thuner Ferienpasses. «Wir versuchen, immer mit den neuen Trends mitzugehen und das Angebot an die Teilnehmenden anzupassen.

Die Kinder und Jugendlichen bringen uns jedoch Ideen, an die wir selber nicht gedacht haben.» Einige Wünsche wie «mehr risikoreiche Angebote», zu denen beispielsweise Bungeejumping gehört, hören sich laut Silvia Wyss zwar spannend an, seien aber vielleicht in der Praxis aufgrund der Sicherheit schlecht umsetzbar. Andere Anliegen wie Valentina Sondereggers Wunsch, auch in der sechsten Klasse noch das Geräteturnen des Ferienpasses besuchen zu können, seien wiederum einfacher zu erfüllen.

Einzigartige Erlebnisse

Der nächste Schritt zum Botschafterworkshop des Ferienpasses ist für die ersten Monate im neuen Jahr angesetzt. «Wir stellen den Kindern dann das neue Design und die neuen Angebote vor. Sie werden die Chance haben, die Aktivitäten im Sommer auszuprobieren», sagt Jennifer Müller. «Ich habe noch so viele Ideen für den Ferienpass, aber ich muss mich oft bremsen. Ein nächstes Projekt ist, das Jugendreporterangebot noch weiter auszubauen und eine breitere Vernetzung herzustellen», erklärt sie. «Weiter schwebt mir vor, eine Betreuung zwischen den Angeboten zu organisieren und damit die Eltern zu entlasten.»

«Der Ferienpass bietet den Kindern die Möglichkeit, einfach etwas auszuprobieren, was sie sonst nie tun würden.»Silvia Wyss
Geschäftsführerin
Thuner Ferienpass

Auch die Kinder, die an den Workshops teilgenommen haben, konnten kaum gestoppt werden. Von einem Flug mit der Rega über einen Selfie-Kurs bis zum Angebot, selber Glace herzustellen, waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. «Der Ferienpass bietet den Kindern die Möglichkeit, einfach etwas auszuprobieren, was sie sonst nie tun würden», sagt Silvia Wyss. Jennifer Müller fügt an: «Ich habe bis zu dem Workshop nicht realisiert, wie viele Freundschaften nur aufgrund des Ferienpasses entstehen. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass der Ferienpass den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bietet, etwas ganz Besonderes zu erleben.»

(Thuner Tagblatt)

Erstellt: 26.11.2017, 16:18 Uhr

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