Thun

Engagierte Reden und Umzug zum Jubiläum

ThunEine Schweiz mit sicheren Jobs, guten Löhnen und gesicherter AHV – und kein Ausbluten des Service public: Das forderten die Redner am 1.-Mai-Fest in Thun, unter ihnen Nationalrat Corrado Pardini.

1.-Mai-Fest in Thun: Zum 125.Geburtstag des Tags der Arbeit fand gestern ein Umzug statt.

1.-Mai-Fest in Thun: Zum 125.Geburtstag des Tags der Arbeit fand gestern ein Umzug statt. Bild: Patric Spahni

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Corrado Pardini, SP-Nationalrat und Leiter Industrie bei der Unia, betonte in seiner Rede auf dem Thuner Rathausplatz, dass sich nur die Reichen einen armen Service public leisten können. «Deshalb müssen wir das Ausbluten des Service public gemeinsam stoppen», appellierte Pardini am Freitagnachmittag am 1.-Mai-Fest.

Zufällig oder passend: In der Nacht auf Freitag wurde ans Rathaus «Klasse gegen Klasse» gesprayt. Doch während der Feier sah man davon nichts mehr, denn wie Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) gegenüber dieser Zeitung betonte: «Wir sind eine lebenswerte und saubere Stadt für alle. Deshalb werden Sprayereien sofort entfernt.»

Ein Land für alle ohne massiven Unterschied zwischen Reich und Mittelstand sowie ein Miteinander, forderte im landesweiten Sinn Hauptredner Corrado Pardini im weiteren Verlauf seiner Rede: «In Biel beispielsweise kämpft momentan die breite Volksbewegung unter dem Motto ‹Biel für alle› erfolgreich gegen den Sparwahn.»

Offen und gerecht

«Wir, die wir von unserem Lohn leben, leben doch besser in einer offenen, gerechten Schweiz», sagte Pardini weiter. Damit meinte er, dass für die Angestellten der Stolz die Arbeit sei, welche wertvoll und gerecht sein müsse, denn: «Die hier Anwesenden sind die Wirtschaft.» Gerade die Gewerkschaften hätten die Schweiz doch vor dem sozialen und kulturellen Rückschritt bewahrt. Dies müsse auch in Zukunft so sein.

Eine gute Möglichkeit für eine noch bessere sozial-kulturell funktionierende Schweiz sah der Hauptredner darin, dass die nationalen Wahlen eine gute Plattform böten, um den Richtungswechsel von rechts nach links zu stärken.

Die Thuner SP-Stadträtin Alice Kropf präsidierte einmal mehr das 1.-Mai-Fest in Thun. In ihrer Begrüssungsansprache reflektierte Kropf kurz die Flüchtlingstragödie im Mittelmeerraum und sagte: «Hierzu braucht es jetzt eine international gelebte Solidarität.» Das OK des 1.-Mai-Festes organisierte ein bunt gemischtes Programm. Unter anderem mit Darbietungen einer albanischen Tanzgruppe, weiteren Ansprachen und einem friedlichen Umzug durch die Innenstadt zum 125.Geburtstag des Tags der Arbeit. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 02.05.2015, 09:09 Uhr

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