Disco in der Maya-Pyramide?

Matten

Die Betreiberin des Jungfrau-Parks möchte im kommenden Winter ein neues Angebot für Nachtschwärmer lancieren. Freunde von House- und Electro-Musik sollen auf ihre Rechnung kommen – in der Maya-Pyramide.

In der Maya-Pyramide auf dem Gelände des Jungfrau-Parks soll im Winter an den Wochenenden House- und Electro-Musik junge Kundschaft anlocken. Zuerst muss aber die notwendige Bewilligung vorliegen.

In der Maya-Pyramide auf dem Gelände des Jungfrau-Parks soll im Winter an den Wochenenden House- und Electro-Musik junge Kundschaft anlocken. Zuerst muss aber die notwendige Bewilligung vorliegen.

(Bild: Hans Urfer)

Artig stehen die vier Musikerpuppen in ihren südamerikanischen Gewändern im Eingangsbereich des Maya-Themengebäudes im Jungfrau-Park in Matten. In diesem Gebäudeteil, welcher der Stufenpyramide von Chichén Itzá, einer der bedeutendsten Ruinenstätten auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán, nachgebaut wurde, wird das ausgestellte Quartett mit seinen Instrumenten im kommenden Winter das Feld wohl räumen müssen.

Mit Galerie

Denn im 840 Quadratmeter grossen Pavillon mit seiner 250 Quadratmeter grossen Galerie als Standort des Discjockeys (Aussenplatz: 250 Quadratmeter) soll freitags und samstags von 21.30 bis 3.30 Uhr der «Maya Club», ein Nachtlokal für Gäste ab dem 18. Altersjahr, für alle Freunde der House- und Electro-Musik offen sein. Der Umbau zum Tanzlokal soll rund 25'000 Franken kosten.

Die Betreiberin des Jungfrau-Parks, die New Inspiration AG, hat ein Gesuch um eine generelle Überzeitbewilligung bis 3.30 Uhr von November bis März und eine Erweiterung der Betriebsbewilligung beim Regierungsstatthalter eingereicht.

Partner aus Unterseen

«Die Idee eines Nachtlokals haben wir schon lange in unseren Köpfen und in der Blue Max Event Technics aus Unterseen einen idealen Kooperationspartner», sagt Christine Löffel, Eventverantwortliche des Jungfrau-Parks. Blue Max hat in der Vergangenheit im Park mehrere Veranstaltungen mit Know-how begleitet und Beschallungseinrichtungen installiert. Zudem habe man mit dem Partner eine Art internes Organisationskomitee gebildet. Dieses soll mit Kontakten und dem nötigen Wissen für professionelle Rahmenbedingungen im Lokal sorgen – will heissen: Angesagte Discjockeys mit schweizweitem Bekanntheitsgrad engagieren. Die Sicherheit soll durch ein professionelles Unternehmen gewährleistet sein. Löffel geht davon aus, dass der «Maya Club» mit seinen circa 80 Sitzplätzen rund 450 Gäste aufnehmen kann. Als Clubleiterin ist Sabine Rougy aus Bönigen vorgesehen, die bereits in anderen Restaurationsbetrieben des Parks eingesetzt wird.

Club soll Lücke stopfen

Christine Löffel ist sich sicher, dass das neue Lokal einem Bedürfnis entspricht: «Eine Lokalität, die eine gewisse Grösse und Qualität bietet und ein Treffpunkt für Personen ab dem 18. Altersjahr ist, ist in der Region Interlaken nicht mehr vorhanden.» Deshalb würde man diese Nachfrage aus touristischer Sicht mit einem solchen Nachtlokal befriedigen, «da gerade im Winter diese Art von Angebot sehr rar ist.» Sollte der «Maya Club» zahlreiche Gäste anlocken, ist Löffel überzeugt, dass auch die anderen Attraktionen des Jungfrau-Parks profitieren würden. «Wir könnten den Clubkunden, die ich zwischen 20 und 30 Altersjahren schätze, unsere Angebote zeigen und so Werbung für weitere Parkbesuche betreiben», sagt Löffel.

Die Projektunterlagen für das Bauvorhaben liegen auf der Gemeindeverwaltung in Matten öffentlich auf. Einsprachen können bis zum 22. Oktober beim Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli eingereicht werden.

Berner Oberländer

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