Brienz

«Der Garten Gottes am Giessbach» erklingt für Franz Weber

BrienzFranz Weber feiert im Grandhotel am Brienzersee seinen 85. Geburtstag – einem der vielen Orte, die dank dem Umweltschützer weiterleben.

Rudolf von Fischer hielt eine Rede für den Jubilar Franz Weber.

Rudolf von Fischer hielt eine Rede für den Jubilar Franz Weber. Bild: Christoph Aebischer

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Rudolf von Fischer entschuldigt sich zwar für die «Zumutung», hebt aber vor 30 geladenen Gästen doch an zum Giessbachlied: Die pathetischen, fast 200 Jahre alten Strophen von «Der Garten Gottes am Giessbach» singt der 83-jährige ehemalige Präsident der Berner Burgergemeinde für den Jubilar Franz Weber. An diesem Freitag feiert der Umwelt- und Naturschützer im Davinet-Saal des Grandhotels Giessbach am Brienzersee seinen 85.Geburtstag. Von Fischer fand, als er vor über 30 Jahren das Hotel retten wollte, in Weber den richtigen Mann dafür. Eine Tafel mit Webers Konterfei in Bronze verewigt den Dank an einer Wand im Entree. Das im Historismusstil erbaute Gebäude erstrahlt seither wieder in altem Glanz. Und bei jedem runden Geburtstag wird Weber zu Ehren ein weiteres Stückchen originalgetreu hergerichtet, diesmal sind es die Vorhänge rechts und links der Eingangshalle.

Fast wähnt man sich während des Kammerkonzerts des Trios Artemis inmitten von Gemälden, üppigen Tapeten und Leuchtern in einem anderen Jahrhundert. Wenn nicht jäh hie und da ein Knirschen des alten Parketts einen zurück ins Heute katapultieren würde. Verursacher sind die etwas übergewichtigen Leute eines Westschweizer Fernsehteams, die Weber schwitzend durch den Tag begleiten. Die Gäste nehmens gelassen. Die Medien gehören untrennbar dazu; ihrer wusste sich der ehemalige Journalist stets virtuos zu bedienen.

Eine Prise Glamour

Links von Weber sitzt seine zierliche Frau Judith in weissen High Heels und mit einer feuerroten Handtasche. Die Tochter Vera, die mit der Kampagne zur Zweitwohnungsinitiative definitiv in die Fussstapfen des Vaters getreten ist, fällt nicht minder auf mit ihren silbernen Stöckelschuhen, einer Handtasche in gleicher Farbe und in hellem Kleid. Weber selber erscheint in blütenweissem Anzug und bunter Krawatte. Nach dem Konzert, der Laudatio von Fischers und dessen Lied ist Weber sichtlich gerührt. Das «Merci» für die «schönste Geburtstagsfeier meines Lebens» zittert ein wenig. Er lässt es sich auch nicht nehmen, die drei hübschen Musikerinnen, die er im Überschwang mit Feen vergleicht, zu küssen. Das Geburtstagsmenü, wie könnte es anders sein für einen Tierschützer, ist natürlich vegetarisch. (Berner Zeitung)

Erstellt: 28.07.2012, 12:38 Uhr

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