Das Thuner Stadion wird zur Stockhorn Arena

Thun

Zweieinhalb Jahre nach der Eröffnung haben die Stadionverantwortlichen eine Namensgeberin gefunden: Die Sportstätte in Thun-Süd heisst neu Stockhorn Arena.

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Majestätisch thront das Stockhorn über der Arena im Süden von Thun – doch die geografische Nähe ist nicht das Einzige, was Berg und Stadion verbindet: Bald wird der Thuner Hausberg auch auf der Fassade der Sportstätte präsent sein. «Die Stockhornbahn AG steigt bei der Arena ein», konnte ein zufriedener Michael Kropf, Vorsitzender der Arenageschäftsleitung, gestern verkünden. Das Stadion wird umgetauft und erhält den Namen Stockhorn Arena. Der Vertrag ist unterschrieben – und zwar gleich bis 2025.

«Das zeigt, wie wichtig beiden Seiten die Partnerschaft ist», betont Kropf. Über den Betrag, der vom Stockhorn Richtung Arena fliesst, sei Stillschweigen vereinbart worden. Kropf sagt aber: «Es ist eine sehr gefreute Sache, die für beide Seiten aufgeht.» Klar ist zudem: «Das Namensrecht fürs Stadion ist zu 100 Prozent bei der Arena, das ist in den Verträgen mit dem FC Thun explizit festgehalten.» Trotzdem sei der FC in die Partnerschaft miteinbezogen – und die Stockhornbahn AG etwa auch bei den Fussballmatchs präsent.

Ein langer Weg von der ersten Idee bis zum Vertrag

Die Namensrechte wollten die Arenaverantwortlichen schon vor der Fertigstellung des Stadions verkaufen – doch sie fanden keinen geeigneten Partner. «Im Eröffnungsjahr hatten wir andere Prioritäten», blickt Michael Kropf zurück. Danach sei das Thema nochmals angepackt worden – und es habe sich gezeigt, dass das Konzept angepasst werden müsse: weniger auf kurzfristigen Gewinn ausgerichtet, dafür auf eine langfristige Zusammenarbeit. «So macht eine Partnerschaft gerade mit einem regionalen Partner Sinn», ist Kropf überzeugt.

Die Langfristigkeit wiederum sei für die Stockhornbahn AG eine Voraussetzung gewesen. Präsent war diese im Stadion bereits mit Bandenwerbung – und das Interesse an einer Stockhorn Arena reicht weit zurück: «Als das Stadion gebaut wurde, haben wir mit den damaligen Verantwortlichen gesprochen und ihnen gesagt: ‹In Anbetracht der Lage und weil das Stockhorn der Thuner Hausberg ist, muss das Stadion doch Stockhorn Arena heissen›», sagt Alfred Schwarz, Geschäftsführer der Stockhornbahn AG. Das sei vielleicht augenzwinkernd gemeint gewesen – habe aber doch eine gewisse Ernsthaftigkeit gehabt. Zum damaligen Zeitpunkt sei eine Namenspartnerschaft aber «preislich nicht dringelegen».

Ganz verschwunden ist das Thema aber nie – und schliesslich kam es im letzten Sommer wieder konkret aufs Tapet. «Wir konnten uns annähern und haben eine für beide Seiten vernünftige Lösung gefunden», resümiert Schwarz. Kropf ergänzt: «Wir sind aufeinander zugegangen und haben das Projekt gemeinsam entwickelt.» Alfred Schwarz ist überzeugt, dass «all die Anlässe in der Arena unseren Berg bekannter machen – auch in Gegenden, in denen wir nicht aktiv werben». Michael Kropf wiederum spricht von einem Brückenschlag ins Oberland – und vom Stockhorn als Symbol für die Arena, das eine Ausstrahlung weit ins Mittelland habe.

Gemeinsame Aktionen und Produkte geplant

Dass Arena und Stockhorn bestens zusammenpassen, davon sind die neuen Partner überzeugt: «Die Unternehmen sind bodenständig und authentisch», sagt Stadionchef Kropf. «Beide Institutionen bieten Freizeitbeschäftigungen an», ergänzt Stockhorn-Geschäftsführer Alfred Schwarz, der einst aktiv Eishockey spielte, aber auch den Fussball mit Leidenschaft verfolgt. Wichtig sei der sportliche Aspekt nicht nur im Stadion, sondern auch beim «ausgeprägten Wanderberg Stockhorn».

Laut Schwarz überschneiden sich die Gäste zu einem guten Teil – was mit gemeinsamen Aktionen und Produkten ausgenützt werden soll: etwa mit Spezialtickets oder Saisonkarten, die ein Goodie bei der jeweils anderen Institution beinhalten. «Wir wollen auch kommunikativ gemeinsam arbeiten – etwa mit Newslettern», sagt Arenachef Michael Kropf.

Mit den anderen Stadionpartnern sieht er derweil keine Probleme: «Unter ihnen finden sich keine direkten Mitbewerber des Stockhorns.» Zudem sei der neue Stadionname neutral und stimmig – «dadurch ergeben sich für niemanden Einschränkungen».

Taufakt beim Heimspiel gegen Aarau im April

Offiziell neu getauft wird die Stockhorn Arena am Wochenende des 12./13.April im Rahmen des Heimspiels gegen den FC Aarau. Noch ist das neue Logo geheim – klar ist aber, dass alle bisherigen Schriftzüge ersetzt werden. «Das kostet etwas», ist sich Michael Kropf bewusst. Er spricht von einem sechsstelligen Betrag. Diese Initialkosten seien aber durch die lange Vertragsdauer gerechtfertigt.

www.stockhorn.ch
www.arenathun.ch

Berner Zeitung

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