Christine Häsler: «Wichtig sind mir sozialpolitische Themen»

Berner Oberland

Ab Mitte Juni wird Christine Häsler als Vertreterin der Grünen in den Nationalrat einziehen. Sie ist bereits als Ständeratskandidatin für die Wahlen 2015 nominiert.

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Ab Juni Nationalrätin: Christine Häsler.

(Bild: Herbert Schweizer)

Christine Häsler freut sich: Ein Sitz im Nationalrat ist zumindest seit 2007 ihr Ziel, damals und auch 2011 kandidierte sie für das eidgenössische Parlament. Jetzt rutscht sie für den zurücktretenden Stadtberner Alec von Graffenried in den Rat nach, nachdem der erste Ersatzmann, der Solarpionier Urs Muntwyler, auf den Sitz verzichtet. Christine Häsler ist eine waschechte Oberländerin und wird als solche anerkannt: Bei den letzten Grossratswahlen erzielte sie als Grüne ein Glanzresultat. Sie besuchte die Schule in Grindelwald und Wilderswil, lernte auf der Gemeindeverwaltung Grindelwald, war Gemeindeschreiberin in Lütschental, arbeitete beim Sozialdienst Interlaken und leitet aktuell die Kommunikation der Kraftwerke Oberhasli. Von 2006 bis 2011 war sie Bereichsleiterin Sozialpolitik bei der Behindertenorganisation Procap.

Ist es ein Vorteil, dass am 18. Oktober im Wahlkampf «bisher» hinter Ihrem Namen steht? Christine Häsler: Vielleicht ein bisschen. Aber es braucht noch sehr viel Arbeit und persönlichen Einsatz, um im Oktober wiedergewählt zu werden. Meine «Homebase», die Region Oberland-Ost, kann viel zu einem Erfolg beitragen. Wählen gehen ist wichtig. Wichtig für mich ist es, zu zeigen, dass ich glaubwürdig und engagiert politisiere. Einfach wirds nicht: Die Grünen haben drei Sitze zu verteidigen, wovon einer der Listenverbindung zu verdanken war. Dazu hat der Kanton Bern einen Nationalrat weniger zugut.

Sie kandidieren auch als Ständerätin. Nationalrat oder Ständerat? Das ist nicht ganz realistisch, aber die Ständeratsmitglieder leisten natürlich sehr wichtige Arbeit.

Gibts bei den städtischen Berner Wählern einen Oberländer-Bonus? Das weiss ich nicht. Persönlich bedaure ich den Rücktritt von Alec von Graffenried. Ich vertrete das ländliche Bern aber sehr gern.

Seit 2006 sind Sie Grossrätin. Werden Sie zurücktreten? Das müssen wir jetzt in der Partei besprechen. Grundsätzlich bin ich keine Freundin von Doppelmandaten.

Liegen Ihnen nationale Themen wie Ausländerpolitik und EU? Ich habe mich immer dafür interessiert. Sehr wichtig sind mir sozialpolitische Themen wie die Diskussion über die Invalidenversicherung und den Umgang mit behinderten Menschen.

Grossrätin, Nationalrätin, Stiftungspräsidentin Kunsthaus Interlaken, Schulratspräsidentin Schule für Holzbildhauerei. Haben Sie noch Zeit für die Arbeit bei der KWO? Grundsätzlich finde ich Milizparlamente gut, die Politiker bleiben im Kontakt mit der Arbeitswelt. Die KWO hat mir gratuliert, das freute mich.

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