Burgergemeinde wählte zwei neue Ratsmitglieder

Steffisburg

Sorgen bereiten die tiefen Holzpreise, die zum Defizit führen.

Wurden neu gewählt: Franziska Wüthrich-Spring und René Frey.

Wurden neu gewählt: Franziska Wüthrich-Spring und René Frey.

(Bild: Thomas Feuz)

347 stimmberechtigte Burgerinnen und Burger zählt die Burgergemeinde Steffisburg. 67 von ihnen besuchten am Montag die Burgerversammlung in der Mensa der Heilpädagogischen Schule.

Diese begann mit einem eindrücklichen Vergleich: «Eine Hektare Wald in der Grösse von zwei Fussballfeldern bindet pro Jahr zehn Tonnen CO2 und kompensiert 20'000 Auto-Kilometer, 9000 Flug-Kilometer, 80 Quadratmeter beheizte Wohnfläche, den Stromverbrauch sämtlicher Haushaltsgeräte sowie die Produktion von 70 Kilo Fleisch», sagte Burgergemeindepräsident Christian Schlapbach. «Unsere 321 Hektaren Wald leisten einen ansehnlichen Beitrag an den Klimaschutz.»

Nebst dem erwähnten Wald ist die Burgergemeinde Steffisburg Besitzerin einiger Liegenschaften im Dorfkern. Diese erhielten denn auch spezielle Erwähnung. Die Schulräume in der Villa Schüpbach und im «Wöschhüsi» würden durch die Heilpädagogische Schule der Region Thun zur Zufriedenheit aller Beteiligten betrieben, wurde mitgeteilt.

Die Planung für Sanierungs- und Bauprojekte wird vom Burgerrat vorangetrieben. Die längerfristige Investitionsplanung sieht Aufwände von deutlich über 3 Millionen Franken vor. Sorgen bereiten die 60-jährigen Pavillons auf dem Gelände der Villa Schüpbach.

Nebst einer Teilsanierung steht eine Gesamtplanung für eine eventuelle Überbauung des Südteils des Parks an. Diesbezüglich müssen aber noch umfangreiche Abklärungen vorgenommen werden.

«Die Forstbetriebe agieren in einem schwierigen Umfeld», hielt Förster Daniel Allenbach fest. Der Markt sei gesättigt, bei gleichbleibend hohen Kosten sinke der Holzpreis kontinuierlich.

So wurden für 2020 beim Forst ein Defizit von 52'800 Franken und beim Burgergut ein Nettoertrag von 19'300 Franken budgetiert. Der Voranschlag wurde einstimmig gutgeheissen.

Unbestrittene Wahlen

Nach 21 Jahren Mitarbeit im Burgerrat hat Katrin Frey-Rychiger ihre Demission eingereicht. Gerhard Spring stellt sich nach acht Jahren im Burgerrat nicht mehr zur Wiederwahl. In stiller Wahl wurden Franziska Wüthrich-Spring und René Frey mit Applaus bestätigt. Zu neuen Ehrenburgern wurden Hans Jakob Joder, Ahnenforscher und Archivar, sowie seine Frau Anna Joder-Guggisberg ernannt.

Das letzte Wort an der Versammlung hatte eine Frau. Katrin Frey-Rychiger schloss als Noch-Vizepräsidentin das Burgerjahr mit einem Dank an den Präsidenten für dessen umsichtiges Wirken «für die Burgerei Steffisburg» ab.

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