Baustart für das Mehrgenerationenhaus

Steffisburg

Der Baustart für das Mehrgenerationenhaus am Rand der Stuckimatte ist erfolgt. Ende 2020 soll der Minergie-Neubau bezugsbereit sein.

Mit dem Abbruch des alten Bauernhauses, der noch bis Ende Monat läuft, wird der Weg für den Bau des Mehrgenerationenhauses am Weberweg in Steffisburg frei gemacht.

Mit dem Abbruch des alten Bauernhauses, der noch bis Ende Monat läuft, wird der Weg für den Bau des Mehrgenerationenhauses am Weberweg in Steffisburg frei gemacht.

(Bild: Andreas Tschopp)

Steffisburg erhält ein Mehrgenerationenhaus, in dem Jung und Alt gemeinschaftlich, nachhaltig und partizipativ unter einem Dach zusammenleben werden – nach dem Prinzip Wohnenplus. So ist das Projekt betitelt, für das die Stucki’s Söhne AG Ende 2018 das Gesuch gestellt hatte.

Mit dem Bau wurde durch den Abbruch des vormaligen Bauernhauses an der Ecke, wo der Weber- in den Industrieweg einmündet, nun kürzlich begonnen. Bis Ende Monat soll der Altbau gänzlich verschwunden sein. Das war von Marion Herren von der Brügger Architekten AG in Thun zu erfahren, die das Projekt nach einem Studienwettbewerb ausgearbeitet hat.

Der Baugrund soll bis Mitte August so weit bereit sein, dass der Grundstein gelegt werden kann. Dazu werden dann auch die Nachbarn aus der bestehenden Stuckimatte-Überbauung und die Anrainer am Weber- und am Industrieweg eingeladen, die von den Bauarbeiten betroffen sind. Ende August starten die Rohbauarbeiten, die bis Ende Januar 2020 abgeschlossen werden sollen. Für Mitte März nächsten Jahres ist der Start des Innenausbaus für das Mehrgenerationenhaus geplant.

Förderbeitrag der Gemeinde

Der dreistöckige Neubau zeichnet sich aus durch die Einrichtung von Clusterwohnungen mit gemeinsamer Infrastruktur für Essen und Aufenthalt sowie eine Gemeinschaftsterrasse mit Wellnesszone und Sauna auf dem Dach. Dort werden Wärmekollektoren und auf dem Dach des Carports eine Fotovoltaikanlage zur Stromproduktion installiert.

Für diese ökologische Energieversorgung nach Minergie-A-Standard, zu der auch noch eine Wärmepumpe und ein Grossspeicher im Innern des Gebäudes gehören, erhält die Bauherrschaft einen Beitrag aus dem Energieförderprogramm der Gemeinde Steffisburg von 34'800 Franken. Dies entspricht 0,4 Prozent der Bausumme von 8,7 Millionen. Zum Projekt gehören zudem ein Bistro und die Einrichtung einer Kindertagesstätte (Kita) im Erdgeschoss.

Leolea wird Kita betreiben

Für die Kita wurde bereits eine Betreiberin gefunden. Nach Auskunft von Jean-Pierre Stucki als Vertreter der Bauherrschaft handelt es sich dabei um Leolea. Die private Organisation für familienergänzende Kinderbetreuung betreibt in der Region Thun bereits die Kita in Seftigen, die bald in einen Neubau einziehen wird, die Kitas Aare und Selve-Areal (beide in Thun) sowie im Schwäbis in Steffisburg eine Tagesschule und Kita. Letztere wird im Sommer ins Burgergut in die dortige Villa an der Bernstrasse umziehen.

Das Mehrgenerationenhaus als Ganzes soll bis Ende 2020 fertiggestellt und bezogen werden. Interessenten für die 15 Wohnungen und die zwei Zuschaltzimmer können sich über die Website (siehe Textende) bewerben. Im Frühjahr 2020 werden die Wohnungen, deren Miete ab 1000 (Zimmer in Clusterwohnung) bis maximal 1960 Franken inklusive Nebenkosten (4½ Zimmer im 2. Obergeschoss) beträgt, dann vergeben. Es werde nicht nur auf eine gute altersmässige Durchmischung geachtet, so Stucki, sondern auch darauf, wer sich wie in die künftige Wohngemeinschaft der Generationen einzubringen gedenkt.

Weitere Infos zum Projekt unter www.stuckimatte-wohnenplus.ch.

Thuner Tagblatt

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