Ballenberg von vielen Seiten gesehen

Hofstetten

Die Schweiz und Ballenberg: Ein neues Buch nähert sich dem Freilichtmuseum von vielen Seiten an.

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«Sichtweisen auf das Freilichtmuseum der Schweiz» heisst der Untertitel des Ballenberg-Buches, das das Freilichtmuseum ein Jahr nach seinem Jubiläum herausgegeben hat. Gefeiert wurde 40 Jahre Ballenberg-Eröffnung und ein halbes Jahrhundert der Trägerschaft, die als Verein «Miis scheena Schwyzerdeerfli» begann und vielleicht 2068 als Swiss Ball Mountain Valley endet.

So jedenfalls hat dies der Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart in seiner Jubiläumsansprache vorausgesehen. Nachzulesen ist sie im neuen Buch, in dem alle offiziellen Festansprachen vom 23. Mai 2018 enthalten sind. Das Freilichtmuseum hat es geschafft, ein Schweizer Schlagwort zu werden: kein Dorf, keine Gemeinde will sich zu «Ballenberg» machen lassen.

Was aber ist Ballenberg? Im neuen Buch gibt es Annäherungen an das Schweizer Freilichtmuseum und seine Wirkung. Beteiligt sind ausgewählte Architekten, Bauernhausforscher, Wissenschafter, Handwerker und Kunstschaffende. «Es war uns wichtig, in die Gegenwart und die Zukunft unseres Kulturerbes zu schauen», sagt Beatrice Tobler, Leiterin Wissenschaft des Freilichtmuseums.

Spannend für sie war, dass das Museum nicht nur Kultur-, sondern auch Naturerbe ist. Mit Wildbienen, Fledermäusen, Ameisenlöwen. Aufgezeigt wird für einige auf dem Ballenberg «gerettete» Häuser, was die rasante Siedlungsentwicklung an ihren ehemaligen Platz gestellt hat.

Ein weiches Buch

Das Buch, das auch von den Ballenberg-Tieren, dem Kurszentrum und dem Theater erzählt, ist im Haupt-Verlag erschienen, einem Berner Familienunternehmen mit 100-jähriger Tradition. «Wichtig war uns die Haptik», sagt Matthias Haupt.

Das Buch auf «Papier aus verantwortungsvollen Quellen» gedruckt, fühlt sich sanft an und lässt viele Fotografien weich wie gemalt erscheinen. Einst hat Museumsmitbegründer Gustav Ritschard aus Unterseen mit schnellen Strichen Berge und Menschen skizziert, im Buch tut dies jetzt Roland Ryser aus Zürich.

Das Buch ist im Freilichtmuseum Ballenberg und im Buchhandel erhältlich ISBN: 978-3-258-08094-9. 197 Seiten, durchgehend 4-farbig illustriert, Klappenbroschur, 20,5 x 25,5 cm, 705 g.

Berner Oberländer

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