Aufruhr in Aeschiried

Aeschiried

Aufregung am Dienstag in Aeschiried, weil Anwohner glaubten, das Asylzentrum nehme, entgegen anders lautender Meldungen, den Betrieb bereits auf.

Weil am Dienstag mehrere Asylsuchende mit einem Bus zum geplanten Durchgangszentrum im Ferienzentrum Aeschiried gebracht wurden, hatten Anwohner den Verdacht, dass die Anlage verfrüht in Betrieb genommen werde.<p class='credit'>(Bild: Jürg Spielmann)</p>

Weil am Dienstag mehrere Asylsuchende mit einem Bus zum geplanten Durchgangszentrum im Ferienzentrum Aeschiried gebracht wurden, hatten Anwohner den Verdacht, dass die Anlage verfrüht in Betrieb genommen werde.

(Bild: Jürg Spielmann)

Nach den Aussagen zweier Protagonisten in der Ausgabe dieser Zeitung von Dienstag schien eigentlich klar, dass der Betrieb des Durchgangszentrums im Ferienzentrum Aeschiried vorerst nicht aufgenommen wird.

«Ein genaues Ersteinzugsdatum ist derzeit noch nicht bekannt», sagte Iris Rivas, Leiterin des kantonalen Migrationsdienstes (Midi). Und Markus Grosse von der Stiftung Blaukreuzheim, die dem Kanton die Räumlichkeiten vermietet, erklärte, dass noch Arbeiten an der Brandmeldeanlage zu verrichten seien. «Diese Woche gibt es im Haus keine Bewegung.»

Erschrocken zeigten sich gestern Vormittag darum Anstösser und meldeten sich bei dieser Zeitung. Mehrere Busse mit mindestens 30 Leuten, wohl afrikanischer Herkunft, seien zum Asylzentrum hoch gefahren, hiess es. «Erfolgt nun doch schon der Einzug?», fragte eine Aeschiriederin.

Eine zweite traf vor Ort auf einen Mitarbeiter der Betreiberfirma ORS Service AG. «Der wollte nur von 13 Leuten aus der Berner Asylunterkunft Hochfeld wissen, die für die Vorbereitung nach Aeschiried gebracht worden seien.»

Midi-Leiterin Iris Rivas klärte gestern Abend auf, dass die Personen Bewohner von andern Kollektivunterkünften gewesen seien, die im Rahmen eines Beschäftigungsprogrammes beim Einrichten mithelfen. «Der Betrieb wurde noch nicht aufgenommen.» Sobald das Einzugsdatum bekannt sei, werde dieses per Medienmitteilung kommuniziert, stellte sie in Aussicht.

Berner Oberländer

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