Zulgtal

Antrag für die Fusion zu zwei Gemeinden im Zulgtal

ZulgtalSeit über zwei Jahren beschäftigt sich ein Projektausschuss mit Fusionsabklärungen im Zulgtal. Jetzt macht die Gruppe eine Kehrtwende und beantragt anstelle einer Gesamtfusion ein Zusammengehen links und rechts der Zulg.

Bei der zweiten Variante mit dem Arbeitstitel Gemeinden Schwarzenegg und Buchen würden aus den heutigen zehn Gemeinden zwei fusionierte Gemeinden entstehen: Die Gemeinde Schwarzenegg (blau, bestehend aus Buchholterberg, Eriz, Fahrni, Oberlangenegg, Unterlangenegg, Wachseldorn) und die Gemeinde Buchen (rot, bestehend aus Homberg, Horrenbach-Buchen, Schwendibach und Teuffenthal). Grafik Regina Lehmann

Bei der zweiten Variante mit dem Arbeitstitel Gemeinden Schwarzenegg und Buchen würden aus den heutigen zehn Gemeinden zwei fusionierte Gemeinden entstehen: Die Gemeinde Schwarzenegg (blau, bestehend aus Buchholterberg, Eriz, Fahrni, Oberlangenegg, Unterlangenegg, Wachseldorn) und die Gemeinde Buchen (rot, bestehend aus Homberg, Horrenbach-Buchen, Schwendibach und Teuffenthal). Grafik Regina Lehmann Bild: Grafik Regina Lehmann

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«Aufgrund der Vernehmlassungen haben der Projektausschuss und die Arbeitsgruppe beschlossen, den Gemeinderäten neu die Fusion der Gemeinden im rechten und linken Zulggebiet zu beantragen», sagt Hans-Rudolf Zaugg. Er ist Präsident des Projektausschusses Zukunft Zulgtal, welcher sich seit über zwei Jahren mit Fusionsabklärungen im Zulgtal beschäftigt. Davon betroffen sind die zehn Gemeinden Buchholterberg, Eriz, Fahrni, Horrenbach-Buchen, Homberg, Oberlangenegg, Schwendibach, Teuffenthal, Unterlangenegg und Wachseldorn. Mit diesem Antrag ist eine Kehrtwende verbunden. Bislang machte sich der Ausschuss für eine Gesamtfusion aller zehn Gemeinden stark. «Grundsätzlich würde das Zulgtal nach wie vor durch eine Gesamtfusion am besten gestärkt», sagt Hans-Rudolf Zaugg. Die topografischen Verhältnisse und die Vernunft würden aber für eine Fusion der Gemeinden im linken und im rechten Zulgtal sprechen. «Wir wollen das Machbare anstreben», umschreibt Zaugg das Ziel der Arbeitsgruppe. Weil sich nach deren Ansicht eine Gesamtfusion aufgrund der Stimmen in der Bevölkerung vermutlich nicht umsetzen lasse.

Rechts Schwarzenegg

Angesprochen ist damit die zweite Variante aus dem von der Projektgruppe im vergangenen Frühjahr vorgestellten Grundlagenbericht. Diese sieht die Fusion der Gemeinden im rechten Zulgtal zur Gemeinde Schwarzenegg und im linken Zulgtal zur Gemeinde Buchen vor. Dabei hätte die Gemeinde Schwarzenegg rund 4400 Einwohner und eine Fläche von 63 Quadratkilometer. Gemäss Antrag könnten der Sekundarschulverband Unterlangenegg, die Schwellenkorporation Buchholterberg, die Friedhofverbände Schwarzenegg und Buchholterberg sowie die privatrechtlich organisierte Wasserversorgung Unterlangenegg in die neue Gemeinde integriert werden.

Die Anzahl der Behördenmitglieder der Gemeinden Buchholterberg, Eriz, Fahrni, Ober- und Unterlangenegg sowie Wachseldorn liesse sich von bisher 203 auf 49 reduzierten. Als Verwaltungsstandort ist das bestehende Gemeindehaus in Unterlangenegg vorgesehen. Statt wie bisher 12,5 sind neu noch rund 9,5 Verwaltungsstellen nötig und ein Eigenkapital von 9,2 Millionen Franken vorhanden. Wie im Bericht weiter zu entnehmen ist, unterstützen Kanton und Gebäudeversicherung diese Fusion mit Beiträgen von 2,4 Millionen Franken. Die Kosten für die Fusion im rechten Zulgtal werden mit einer Million Franken angegeben und hauptsächlich mit Umbaukosten für das Gemeindehaus in Unterlangenegg begründet.

links Buchen

Im linken Zulgtal würde die Gemeinde Buchen 1200 Einwohner zählen, 33 Quadratkilometer gross sein und über ein Eigenkapital von 1,6 Millionen Franken verfügen. Als Verwaltungsstandort ist die Gemeinde Homberg vorgesehen. Statt 4,3 wären dort neu 2,6 Verwaltungsstellen nötig. Die Anzahl der Behördenmitglieder der Gemeinden Horrenbach-Buchen, Homberg, Schwendibach und Teuffenthal liessen sich gemäss Bericht von 80 auf 30 Leute reduzieren. Wie im Bericht weiter zu entnehmen ist, unterstützen Kanton und Gebäudeversicherung diese Fusion mit Beiträgen von knapp 704'000 Franken. Die Kosten für die Fusion im linken Zulgtal werden mit 250'000 Franken angegeben. «Mit einer Fusion links und rechts der Zulg lassen sich für die Zukunft vernünftige Strukturen schaffen, auch wenn es die zweitbeste Lösung ist», ist Hans-Rudolf Zaugg überzeugt.

Gleichzeitige Entscheide

Am 11.März 2011 werden die Gemeindeversammlungen gleichzeitig entscheiden, ob fusioniert werden soll und mit wem. Danach sollen die entsprechenden Verträge ausgearbeitet werden. Frühestens im Herbst 2011 werden die Gemeindeversammlungen dann definitiv über eine Fusion entscheiden. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 09.12.2010, 09:45 Uhr

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