9,9 Millionen für Schloss Schadau

Die Stadt Thun präsentiert das Sanierungsprojekt für das Schloss Schadau und beziffert die Kosten mit 9,9 Millionen Franken. Über diesen ­Betrag entscheidet der Stadtrat an seiner nächsten Sitzung.

Ein Schloss für alle: Am 30. Oktober schliessen sich die Türen. Die Stadt ­saniert das Gebäude, im Juni 2019 wird es wiedereröffnet.

Ein Schloss für alle: Am 30. Oktober schliessen sich die Türen. Die Stadt ­saniert das Gebäude, im Juni 2019 wird es wiedereröffnet.

(Bild: Patric Spahni)

Das altehrwürdige Schloss Schadau schliesst zwar am Sonntag, 29. Oktober um 17 Uhr die Türen für die breite Öffentlichkeit, doch es fällt nicht etwa in einen Dornröschenschlaf. Sondern: Die Stadt Thun saniert das denkmalgeschützte Gebäude für insgesamt 9,9 Millionen Franken. Zum einen werden vor allem das Gastronomieangebot modernisiert und andererseits bislang verborgene Räume nutzbar gemacht. «Die Kosten teilen sich auf in 6,435 Millionen Franken baulichen Unterhalt, der in der Kompetenz des Gemeinderats liegt, und in 3,465 Millionen Franken für Neuinvestitionen», erklärt der zuständige Gemeinderat Konrad Hädener (CVP).

Zudem rechne die Stadt mit einer Subvention von rund 400'000 Franken, welche die kantonale Denkmalpflege zur Restaurierung der historischen Bausubstanz (Oberflächen) in Aussicht gestellt hat.

Am 16. November im Stadtrat

Der Zeitplan der Stadt für die Sanierung präsentiert sich sportlich. «Vorgesehen ist», ergänzt Konrad Hädener eine Medienmitteilung der Stadt, «das Bau­gesuch Ende Oktober einzureichen.» Am 16. November legt der Gemeinderat dem Stadtrat den Investitionskredit über die 3,465 Millionen Franken vor, und Mitte Februar «rechnen wir mit der Baubewilligung», sagt Hädener. Wenn alles plangemäss verlaufe, könne mit den Bauarbeiten ab März gestartet werden.

Die Wiedereröffnung ist im Juni 2019 vorgesehen. Die künftige Mieterin ist die Basler Solbad Gastronomie AG, Geschäftsführer wird der Restaurateur und Hotelier Roger Lehmann aus Wimmis sein. Das Unternehmen wirkt am Prozess der Raumgestaltung und Einrichtung der Innenräume mit.

9 Gästezimmer mit Nasszellen

Das Sanierungsprojekt liegt nun konkret vor. Modernisiert wird der gesamte Bereich der Haustechnik und der Gastronomie. Im Erdgeschoss beispielsweise gibt es eine zusätzliche Fertigungsküche. In den beiden Obergeschossen werden neun Gästezimmer mit je einer eigenen Nasszelle eingebaut. «Mehr Zimmer lassen sich wegen dieser Badbereiche und den denkmalpflegerischen Auflagen punkto Leitungen gar nicht realisieren», sagt Konrad Hädener. Die seeseitigen Räume im ersten Obergeschoss werden weiterhin gastronomisch genutzt, so etwa als Seminar- und Frühstücksräume oder für Privatanlässe.

Die seeseitige Veranda bleibt zwar ungeheizt, doch kann diese in der Übergangszeit mit einer neuen Festverglasung besser genutzt werden. «In Respekt vor dem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert sanieren wir das Schloss sorgfältig», betont der Gemeinderat. So werde etwa die kunstvolle Steintreppe fachgerecht restauriert und die Schlossbeleuchtung lediglich erneuert.

Ein Schloss Schadau für alle

«Wir wollen die einzigartige ­Liegenschaft neu positionieren und ein Schloss Schadau für alle schaffen»: Dieses Ziel setzt sich die Stadt als Eigentümerin. Konkret bedeutet dies, dass «die breite Bevölkerung das Schloss künftig aktiver erleben und intensiver nutzen kann».

Die Pläne zum Sanierungsprojekt finden Sie hier.

Thuner Tagblatt

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