Zweisimmen

58 Millionen für Bahnhof Zweisimmen

ZweisimmenDie BLS baut den Bahnhof Zweisimmen um. Sie sieht unter anderem neue Umspuranlagen für den Trans-Golden-Pass vor. Dies erspart den Zuggästen das Umsteigen.

So sieht der Bahnhof Zweisimmen im Moment aus. Aber nicht mehr lange. Die BLS beginnt Ende August mit der Modernisierung.

So sieht der Bahnhof Zweisimmen im Moment aus. Aber nicht mehr lange. Die BLS beginnt Ende August mit der Modernisierung. Bild: Bruno Petroni

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In den kommenden zwei Jahren modernisiert die BLS den Bahnhof Zweisimmen für insgesamt 58 Millionen Franken. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, hat ihr das Bundesamt für Verkehr (BAV) die Baubewilligung erteilt. Die Finanzierung des Projekts durch den Bund und den Kanton Bern sei gesichert.

Die Sicherungsanlagen des Bahnhofs sind am Ende ihrer Lebensdauer und werden ersetzt. Ein neues elektronisches Stellwerk erlaubt nach dem Umbau, die Anlagen fernzusteuern. Ausserdem entspricht der Bahnhof nicht mehr den Bedürfnissen der Reisenden an eine moderne Anlage und den Anforderungen des sogenannten Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG). Die Hauptelemente des umfassenden Umbaus sind:

  • Bau eines neuen elektronischen Stellwerks für die automatische Zuglenkung
  • Anpassungen der Perronhöhe und -länge
  • Anpassung am Bahnübergang «Untere Tüllistrasse» und Neugestaltung der Bahnhofumgebung
  • Erneuerung und Verbreiterung der Brücken über die kleine Simme
  • Vereinfachung der Gleisanlagen und Einbau zweier Umspuranlagen

Im Rahmen der Modernisierung des Bahnhofs baut die BLS zwei innovative Umspuranlagen in die Bahnhofsanlage ein. Dank dieser Anlagen können Trans-Golden-Pass-Züge in Zweisimmen von einer Schmalspur- auf eine Normalspurbahn umgespurt werden.

Den Reisenden ermöglicht dies künftig eine umsteigefreie Fahrt von Montreux bis nach Interlaken-Ost. Ab Ende 2018 sollen täglich vier Zugpaare verkehren. Das umspurfähige Rollmaterial wird durch die MOB bereitgestellt. Die BLS plant weitere Bahnhöfe und Haltestellen im Simmental in den kommenden Jahren zu modernisieren. Dabei stehen Anpassungen an die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes im Zentrum.

Das BehiG verlangt, Bahnhöfe so zu gestaltet, dass Fahrgäste mit einer Behinderung autonom Zugang zur Bahn oder zum Bus haben. Beispielsweise werden die Perrons auf eine Höhe von 55 Zentimetern über der Schienenoberkante erhöht, damit ein niveaugleicher Ein- und Ausstieg möglich wird. (pd/aka)

Erstellt: 11.08.2015, 12:12 Uhr

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