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5,6 Millionen für Schulinformatik

Die Stadt will die Informations- und Kommunikationsinfrastruktur an den Schulen modernisieren. Insgesamt kostet das Projekt 5,6 Millionen Franken. 2 Millionen hat der Gemeinderat bereits gesprochen.

Realität an den Schulen: Das Etui wird immer weniger genutzt, der Com­puter immer mehr.
Realität an den Schulen: Das Etui wird immer weniger genutzt, der Com­puter immer mehr.
Marc Dahinden

Medien sowie Informations- und Kommunikationstechnologien spielen eine immer wichtigere Rolle – auch in der Schule. Die OECD nenne Medienkompetenz als eine der zentralen Kompe­tenzen des 21. Jahrhunderts, schreibt die Stadt Thun in ei­ner Medienmitteilung. Der neue Lehrplan 21 trage dieser Entwicklung Rechnung und lege «einen Fokus auf die Vermittlung digitaler Kompetenz sowie den Umgang mit Medien», unter anderem mit dem neuen Fach Medien und Informatik im 5., 6., 7. und 9. Schuljahr. Zudem werden digitale Kompetenzen zukünftig vom Kindergarten bis zur 9. Klasse durch alle Fächer hindurch vermittelt.

Infrastruktur modernisieren

«Aufgrund der aktuellen und weiter steigenden Anforderungen an die Technologie stossen die Thuner Volksschulen mit der vor­handenen Ausrüstung an ihre Grenzen», schreibt die Stadt. Die Informatikinfrastruktur müsse daher erneuert und den veränderten Erfordernissen angepasst werden.

Das Konzept «Informatik an Thuner Volksschulen IVS 3» (2019 bis 2021) stelle eine «für Thun massgeschneiderte und zukunftsorientierte Lösung dar». Erarbeitet wurde es durch die Arbeitsgruppe Informatik Volksschule mit Vertretern des Amts für Bildung und Sport, der städ­tischen Informatikdienste, der Schulen sowie des Amts für Stadtliegenschaften. «Das Konzept beschreibt die Informa­tikausrüstung der Kindergärten bis zur 9. Klasse und entspricht den Empfehlungen der kan­tonalen Erziehungsdirektion», schreibt die Stadt. Gemeint sind damit Anforderungen an Netz, WLAN, Breitbandinternet, Arbeitsgeräte für Lehrpersonen und digitale Projektionsmöglichkeiten.

Schulen ins stätische Netz

Konkret sollen die Thuner Schulen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie ins städtische Netz eingebunden werden. «Die zunehmend digitalisierten und multimedialen Lehrmittel erfordern eine Ausrüstung mit mindestens einem Computer pro zwei Lernende im 3. bis 6. Schuljahr», heisst es in der Mitteilung der Stadt. In der 7. bis 9. Klasse sei ein Gerät pro Schülerin und Schüler vorgesehen. Ausgerüstet werden zudem die Kindergärten mit vier Geräten pro Klasse, die ersten und zweiten Klassen mit einem pro drei Kinder, die Schulleitungen, Schulsekretariate, Lehrpersonen, Schulsozialarbeitenden und Tagesschulen.

Je nach Anforderungen ist der Einsatz von Tablets und PC geplant. In allen Unterrichtsräumen stehen künftig Multimediaanlagen wie Beamer, Leinwand, Lautsprecher für Präsentationen zur Verfügung. Die Schulen sollen in Etappen in den Jahren 2019 bis 2021 ausgerüstet werden. Parallel dazu erfolgt die Weiterbildung der Lehrpersonen.

5,6 Millionen im Finanzplan

Die Kosten für das Projekt belaufen sich gemäss der Stadt auf rund 5,6 Millionen Franken. Die Mittel sind im Investitionsplan sowie im Aufgaben- und Finanzplan ab 2018 eingestellt. Die vorgeschlagene Lösung fällt in die Kompetenz des Stadtrates mit fakultativem Referendum. Der Gemeinderat habe in eigener Kompetenz einen Verpflichtungskredit von 2 Millionen Franken als gebundene Ausgabe beschlossen, schreibt die Stadt. Der Stadtrat wird im November über einen Verpflichtungskredit von 3,6 Millionen Franken als neue Ausgabe zulasten der Investitionsrechnung zur Umsetzung des Konzeptes entscheiden.

pd/maz

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