1700 Besucher an den Bachwochen-Konzerten

Thun

Nach neun Konzerten ziehen die Verantwortlichen eine positive Bilanz.

Intendant Vital Frey freut sich über gut besuchte Bachwochen. (Archivbild)

Intendant Vital Frey freut sich über gut besuchte Bachwochen. (Archivbild)

(Bild: Patric Spahni)

Von Mitte August bis zum vergangenen Wochenende gingen im Rahmen der Bachwochen Thun insgesamt neun Konzerte über die Bühne. Darunter waren vor allem klassische Konzerte, aber auch ein Familien-Workshop sowie ein Jazzkonzert.

«Das Angebot kam beim Publikum sehr gut an», sagt Intendant Vital Frey. So hätten insgesamt 1700 Besucherinnen und Besucher die Konzerte besucht, die vor allem in der Stadtkirche, aber auch in der Kirche Amsoldingen und im KKThun über die Bühne gingen. «Während die Stadtkirche meistens halb voll war, hatten wir bei den beiden Konzerten in Amsoldingen eine Auslastung von 100 Prozent», freut sich Vital Frey. Das habe vor allem damit zu tun, dass die Kirche Amsoldingen als Konzertort beim Publikum sehr beliebt und mit 230 Plätzen deutlich kleiner als die Stadtkirche sei, die 500 Konzertbesucher fassen könne.

Mehr als «nur» ein Konzert

Bei seiner Bilanz hebt Vital Frey vor allem das Schlusskonzert mit der Camerata Bern und dem «fantastischen» Pianisten Kristian Bezuidenhout hervor, erwähnt aber auch die vier neuen Musikvermittlungsprojekte unter der Leitung von Susanne Flück. Dazu gehörten ein «Harfenklangraum» mit 14 Harfenschülerinnen und -schülern, ein Begleitheft zum Konzert «Fear & Hope», ein Orgel-Workshop sowie eine Liveübertragung in den Kirchenraum beim Orgelkonzert mit Trompeter Reinhold Friedrich und Stadtkirchen-Organistin Babette Mondry.

Drei Kameras waren dabei auf der Empore installiert, und zu einem der Musikstücke gabs eine Powerpoint-Präsentation. «Diese Erweiterung des Konzerterlebnisses ist beim Publikum sehr gut angekommen und hat viele Reaktionen ausgelöst», sagt Vital Frey. «So sagten mir viele, sie seien viel näher an der Musik dran gewesen als sonst.»

Erweiterung aufs Umfeld

Auch thematisch wurde die Konzertreihe etwas «erweitert», wie Frey sagt: So gab es zum Beispiel ein Konzert ganz ohne J. S. Bach («Fear & Hope») oder mit nur sehr lockerem Bach-Bezug (Nitai Hershkovits Jazztrio). «Neuerdings haben wir den Fokus auch auf die Söhne von J. S. Bach erweitert», erklärt Frey. «Es gab wohl noch nie ein Abschlusskonzert der Bachwochen Thun mit Werken von Carl Philipp Emanuel Bach und Felix Mendelssohn.»

Frey möchte Musik der Bach-Söhne oder vom Umfeld von Johann Sebastian Bach auch künftig einplanen: «Nicht, weil Johann Sebastian Bach zu wenig spannend wäre, sondern einfach als Ergänzung und Gegenüberstellung», wie er sagt. Das Thema Bach werde aber roter Faden der Konzertreihe bleiben, welches das nächste Mal in zwei Jahren stattfindet.

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