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Warmlaufen für den Frauenstreik

Der 1.-Mai-Umzug in Bern stand im Zeichen des Frauenstreiks.

Demonstranten linker Parteien und Vereinigungen zogen am Mittwochnachmittag durch die Berner Altstadt.
Demonstranten linker Parteien und Vereinigungen zogen am Mittwochnachmittag durch die Berner Altstadt.
Franziska Rothenbühler
Auf dem Bundesplatz traten mehrere Redner auf, darunter auch Regula Rytz.
Auf dem Bundesplatz traten mehrere Redner auf, darunter auch Regula Rytz.
Franziska Rothenbühler
Es kam zu beträchtlichen Verkehrsbehinderungen.
Es kam zu beträchtlichen Verkehrsbehinderungen.
Jürg Spori
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Die Vorfreude war spürbar: Viele Teilnehmerinnen am Umzug zum Tag der Arbeit in der Stadt Bern trugen ein Transparent mit sich, das auf den Frauenstreik vom 14. Juni hinweis. Der Umzug führte von der Kramgasse zum Bundesplatz. Wie jedes Jahr wurde er abgeschlossen durch mehrere Hundert Teilnehmer aus dem Umfeld der Reitschule. Diese bogen auf dem Bärenplatz zur Reitschule ab, während sich die anderen Teilnehmer auf den Bundesplatz begaben, der sich halbwegs füllte.

SP-Nationalrätin Flavia Wasserfallen rief die Männer auf, am 14. Juni den Frauen die Teilnahme am Frauenstreik möglich zu machen: «Übernehmt an diesem Tag die Dienste und Schichten der Frauen», sagte sie. Der Streik sei nötig, denn es sei höchst ungerecht, dass ein Vermögensverwalter vier Mal mehr verdiene als eine Kita-Mitarbeiterin.

Mächtig ins Feuer redete sich SP-Nationalrat Corrado Pardini. In seiner Ansprache liess der Präsident des kantonalen Gewerkschaftsbundes kein gutes Haar am Kapitalismus und machte ihn für alle Übel der Welt verantwortlich. Deshalb gelte: «Wir können nur kollektiv gegen die Arroganz des Kapitals ankämpfen.»

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