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Zukunft des Bären sieht düster aus

Wie weiter mit dem Bären? Seit über zwei Jahren ist die Dorfbeiz in Heimenschwand geschlossen. Niemand weiss, was mit dem einst stattlichen Gasthof mitten im Dorfzentrum in Zukunft geschehen soll.

Seit über zwei Jahren ist der Bären Heimenschwand geschlossen. Das Parkplatzschild hängt schief. Das Gebäude verkommt langsam.
Seit über zwei Jahren ist der Bären Heimenschwand geschlossen. Das Parkplatzschild hängt schief. Das Gebäude verkommt langsam.
Stefan Kammermann

Die Hausfassade ist von der Witterung gezeichnet. Am Schild, das den Weg zum Parkplatz des Gasthofs Bären in Heimenschwand weist, nagt der Zahn der Zeit. Es hängt schief. Auf dem Vorplatz vor dem einst stattlichen Gasthof mitten im Dorfzentrum macht sich Unkraut breit.

Über zwei Jahre sind es her, dass sich im Bären die Stimmberechtigten zur Gemeindeversammlung trafen oder örtliche Vereine zur Hauptversammlung in den Bärensaal luden. Längst vergangene Zeiten. Seit mehr als zwei Jahren ist der Gasthof geschlossen. Besitzer Hans Fuhrer musste den Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen aufgeben und setzte seine Hoffnung auf einen Pächter. Was blieb, waren rote Zahlen. Zum Teil vermietet sind einzig die Wohnungen. Wie es mit dem stattlichen Gasthof im Dorfzentrum weitergeht, weiss eigentlich niemand wirklich. «Die Gläubigerbank hat offenbar ein Verwertungsverfahren eingeleitet», sagt Gemeindepräsident Beat Haldimann (BDP) auf Anfrage. Obwohl der Bären unter der Dorfbevölkerung immer wieder ein Thema sei, könne die Gemeinde keinen Einfluss auf das Geschehen nehmen. Auch wenn der Bären in unmittelbarer Nachbarschaft der Gemeindeverwaltung von Buchholterberg, zu der das Dorf Heimenschwand gehört, liegt. Und obwohl sich auch schon eine Arbeitsgruppe mit dem historischen Bären befasst hatte.

Zurückhaltend investieren

Die Arbeitsgruppe war mit einer zukunfts- und bedürfnisgerechten Neugestaltung des Dorfzentrums beauftragt, und damit war auch der Bären ein Thema. Doch die Aktivitäten der Arbeitsgruppe sind derzeit sistiert. «Mit den laufenden Investitionen in Schulhausumbauten im Rahmen der neuen Schulsituation mit dem Oberstufenzentrum in Unterlangenegg und in den neuen Werkhof müssen wir in Sachen weiterer Investitionen derzeit zurückhaltend sein», sagt der Gemeindepräsident. Und weiter. «Wir machen uns dennoch laufend Gedanken, das Dorfzentrum und damit auch den Gasthof Bären zu beleben.»

Hypothek gekündigt

Das Schicksal des Bären bleibt vorerst weiter ungewiss. Zumal Besitzer Hans Fuhrer wegzog und nicht zu erreichen ist. Wie sein Berater Hans von Rotz sagt, hat die Gläubigerbank die Hypothek für die sanierungsbedürftige Liegenschaft gekündigt. Mehrere Versuche, einen Investor oder neue Pächter zu finden, seien bislang nicht auf fruchtbaren Boden gefallen.

«Wir suchen für den Bären eine Lösung», sagt derweil Markus Siegrist, Bankleiter der Gläubigerbank Spar + Leihkasse Gürbetal AG. Und fügt an: «Eine Lösung ohne Zutun der Eigentümerschaft.» Was genau dies bedeutet, lässt der Bankleiter offen, ohne konkreter zu werden. Nur so viel: «Wir sind in Verhandlungen, wie es ausgehen wird, ist offen.»

Wie es mit dem Bären weitergehe, werde im April oder im Mai öffentlich. Ob der Bären dann unter den Versteigerungshammer kommt, will Markus Siegrist weder bestätigen noch dementieren.

Historisches Gebäude

Der Gasthof Bären gilt als historisches Gebäude und ist im Bauinventar der Gemeinde als schützenswertes K-Objekt eingetragen. Das Gebäude wurde im Jahre 1844 erbaut und 1911 um einem Saal für Vereine und Dorfanlässe erweitert.

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