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Zahl der Unwetter-Meldungen im Kanton Bern erhöht sich auf 180

Ein heftiger Sturm hinterliess Spuren im Kanton Bern. Gebäude wurden beschädigt, Bäume entwurzeltt, Bahnstrecken unterbrochen und Keller überflutet. Bei der Kantonspolizei Bern gingen am Mittwoch 180 Unwetter-Meldungen ein.

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Ein Bagger räumt nach einem heftigen Gewitter in Herisau AR ein Bachbett aus.
Ein Bagger räumt nach einem heftigen Gewitter in Herisau AR ein Bachbett aus.
Keystone
Murgang auf der A2 zwischen Mendrisio und Lugano.
Murgang auf der A2 zwischen Mendrisio und Lugano.
Leserreporter
Zerstörter Wald im Graben, nach der Sturmnacht vom 12. auf den 13. Juli 2011 in Wynau.
Zerstörter Wald im Graben, nach der Sturmnacht vom 12. auf den 13. Juli 2011 in Wynau.
Marcel Bieri
Der deutsche Chauffeur Georg Leidner steht vor dem zerquetschten Anhänger, nach der Sturmnacht vom 12. auf den 13. Juli 2011 in Wynau.
Der deutsche Chauffeur Georg Leidner steht vor dem zerquetschten Anhänger, nach der Sturmnacht vom 12. auf den 13. Juli 2011 in Wynau.
Marcel Bieri
Auf dem Baurnhof von Franz Fiechter das zerstörte Maisfeld nach der Sturmnacht vom 12. auf den 13. Juli 2011 in Wynau.
Auf dem Baurnhof von Franz Fiechter das zerstörte Maisfeld nach der Sturmnacht vom 12. auf den 13. Juli 2011 in Wynau.
Marcel Bieri
Baum stürzt in Schulhaus in Langenthal, Bern.
Baum stürzt in Schulhaus in Langenthal, Bern.
Leserreporter
Die Unwetter der vergangenen Nacht haben in Interlaken einen Baum entwurzelt.
Die Unwetter der vergangenen Nacht haben in Interlaken einen Baum entwurzelt.
Leserreporter
Die heftigen Gewitter haben ein Bauernhaus am Bielersee abgedeckt.
Die heftigen Gewitter haben ein Bauernhaus am Bielersee abgedeckt.
Arthur Sieber, Leserreporter
Nach einem Blitzeinschlag flicken Feuerwehrleute das Dach eines Bauernhauses in Bellmund BE.
Nach einem Blitzeinschlag flicken Feuerwehrleute das Dach eines Bauernhauses in Bellmund BE.
Arthur Sieber, Leserreporter
Unter Bäumen begraben: Die beiden Autos sind nur noch Schrott.
Unter Bäumen begraben: Die beiden Autos sind nur noch Schrott.
Leserreporter
Aufräumarbeiten Wiedlisbach, nachdem ein Kamin umgestürzt ist.
Aufräumarbeiten Wiedlisbach, nachdem ein Kamin umgestürzt ist.
David Issler, Leserreporter
Komplett verhagelter Balkon beim Erasmusplatz in Basel kurz nach Mitternacht.
Komplett verhagelter Balkon beim Erasmusplatz in Basel kurz nach Mitternacht.
Cristian Köpfli, Leserreporter
Naturschauspiel über den Dächern des Kreis 5 in Zürich.
Naturschauspiel über den Dächern des Kreis 5 in Zürich.
Danny Arielli, Leserreporter
Über Spiez braute sich gestern Nachmittag etwas zusammen.
Über Spiez braute sich gestern Nachmittag etwas zusammen.
Michael Herren, Leserreporter
Das gestrige Gewitter war eines zu viel: 35-jährige Trauerweide in Kölliken AG.
Das gestrige Gewitter war eines zu viel: 35-jährige Trauerweide in Kölliken AG.
Leserreporter
Haselnussgrosse Hagelkörner haben diesem Rollladen in Rudolfstetten AG zugesetzt.
Haselnussgrosse Hagelkörner haben diesem Rollladen in Rudolfstetten AG zugesetzt.
Gilbert Hüsser, Leserreporter
Der Sturm hat in Dietikon ZH einen Baum geknickt.
Der Sturm hat in Dietikon ZH einen Baum geknickt.
Leserreporter
Hagelkörner, wie sie über Zürich-Albisrieden vom Himmel gefallen sind.
Hagelkörner, wie sie über Zürich-Albisrieden vom Himmel gefallen sind.
Leserreporter
Es hat heftig gehagelt: Widen im Kanton Aargau.
Es hat heftig gehagelt: Widen im Kanton Aargau.
Andreas Wicki, Leserreporter
Eine wilde Nacht: Blitz und Donner in Zürich.
Eine wilde Nacht: Blitz und Donner in Zürich.
Anina Diem, Leserreporter
Hagelkörner so gross wie Haselnüsse: In Seon im Kanton Aargau.
Hagelkörner so gross wie Haselnüsse: In Seon im Kanton Aargau.
Irma Huber, Leserreporter
Auch die Pflanzen bekamen das Wetter zu spüren: Hagelkörner in Zürich.
Auch die Pflanzen bekamen das Wetter zu spüren: Hagelkörner in Zürich.
Gavriel Retelj, Leserreporter
Freiwillige und Angestellte helfen bei den Aufräumarbeiten.
Freiwillige und Angestellte helfen bei den Aufräumarbeiten.
Lukas Bieri, Leserreporter
In Einigen in Kanton Bern wurde ein über 200 Jahre alte Weide von einer Sturmböe gefällt.
In Einigen in Kanton Bern wurde ein über 200 Jahre alte Weide von einer Sturmböe gefällt.
Walter Schürch, Leserreporter
Ein Hagelkorn in Laufen BL.
Ein Hagelkorn in Laufen BL.
Anja Haenggi, Leserreporter
Eine dunkle Gewitterwolke über dem Berner Oberland.
Eine dunkle Gewitterwolke über dem Berner Oberland.
Lukas Bieri, Leserreporter
Umgefallen Bäume auf der Strasse nach Beatenberg im Berner Oberland.
Umgefallen Bäume auf der Strasse nach Beatenberg im Berner Oberland.
Lukas Bieri, Leserreporter
«Sowas haben wir noch nie erlebt»: Bei Janine Lips aus Anwil (BL) hagelte es ebenfalls heftig.
«Sowas haben wir noch nie erlebt»: Bei Janine Lips aus Anwil (BL) hagelte es ebenfalls heftig.
Janine Lips, Leserreporter
Hagelkörner nach dem Gewitter in Sissach (BL).
Hagelkörner nach dem Gewitter in Sissach (BL).
Sebastian Zürcher, Leserreporter
In der Gemeinde Habkern im Kanton Bern fällt der erste Hagel. (12. Juli 2011)
In der Gemeinde Habkern im Kanton Bern fällt der erste Hagel. (12. Juli 2011)
Heinz Tschiemer, Leserreporter
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Von Dienstag ab 18 Uhr bis Mittwochmorgen um 8 Uhr sind bei der Kantonspolizei Bern rund 150 Unwetter-Meldungen über Folgen der heftigen Unwetter eingegangen. Bis 16 Uhr kamen 30 weitere Meldungen hinzu. Es ging vor allem um entwurzelte Bäume, überflutete Keller und blockierte Strassen, wie die Polizei mitteilte.

Lage hat sich beruhigt

Seit dem späten Mittwochmorgen habe sich die Lage beruhigt, sagte Polizeisprecherin Corinne Müller auf Anfrage. Die Notrufzentrale sei stark in Anspruch genommen worden. Die Bürger hätten sich zeitweise gedulden müssen, bis sie durchgekommen seien.

Aus dem Berner Oberland gingen am Dienstagabend infolge der starken Regenfälle und Windböen rund 35 Meldungen ein.

Ab Mitternacht sei dann vor allem das Oberaargau vom Unwetter betroffen gewesen, in der Region Mittelland-Emmental-Oberaargau wurden 80 Meldungen verzeichnet. Weitere 25 Meldungen seien aus der Region Seeland–Berner Jura, vereinzelte aus der Region Bern gekommen.

Vor allem im Oberland

In Matten bei Interlaken sei ein Autolenker leicht verletzt, als ein Baum auf den vorderen Teil seines Fahrzeugs gestürzt sei. Die übrigen sechs Insassen seien unverletzt geblieben. Weitere Meldungen zu Verletzten seien derzeit nicht bekannt.

Ein kurzer, aber heftiger Sturm ist am Dienstag über das Bödeli gefegt. Nicht einmal fünf Minuten dauerte der Spuk, doch der entstandene Sachschaden ist recht gross. So wurde das Dach des Schulhotels Regina auf der Westseite über mehrere Dutzend Quadratmeter abgedeckt und mehrere hundert Meter weggefegt. Die anschliessenden, kurzen, aber heftigen Regenfälle verursachten in vielen Zimmern des obersten Stockwerks beträchtliche Wasserschäden. Die Feuerwehr Bödeli deckte die Schadenstellen unter Einsatz der Autodrehleiter mit Plastikblachen ab.

Bei der benachbarten Heimwehfluh wurde ein mit einer Familie besetzter VW-Bus von einem umstürzenden Baum getroffen und zerstört. Die Insassen kamen unverletzt mit dem Schrecken davon. Auf dem Parkplatz der Heimwehfluhbahn wurde ein leer stehendes Auto von einem Baum beschädigt. Der Sturm knickte übers gesamte Bödeli verstreut viele Bäume in Gärten. Die Hauptstrassen in Goldswil und nach Beatenberg hinauf waren wegen umgestürzten Bäumen für längere Zeit gesperrt.

Von Winden und starkem Regen begleitet

Die Gewitter zogen vom Seeland quer durchs Mittelland und brachten in Teilen der Kantone Bern, Solothurn, Aargau, Zürich und Thurgau grosse Regenmengen und stellenweise Hagel, wie SF Meteo am Mittwoch mitteilte.

Laut dem Wetterdienst MeteoNews fielen um die 30 Liter in Wynau und im Napfgebiet. In Gewitternähe gab es auch stürmischen Wind. In Grenchen wurde nach Angaben von SF Meteo eine Orkanböe von 119 km/h gemessen, in Wynau im Oberaargau stürmte es mit bis zu 100 km/h.

Die Unwettergefahr ist noch nicht vorbei. Im Laufe des Tages muss mit weiteren, teils kräftigen Regenschauern und Gewittern gerechnet werden. Auch diese können strichweise wieder Hagel, Starkregen und Sturmböen bringen. Am Abend und in der Nacht geht es dann mit teils intensivem Dauerregen weiter. Dieser könnte vor allem entlang der Voralpen hochgehende Bäche und einzelne Murgänge verursachen.

Bahnstrecken unterbrochen

Gemäss Simon Bickel, Sprecher der Jungfraubahn, wurden aus dem letzten Zug der Schynige Platte-Bahn 64 Leute ab der Breitlauenen mit dem Helikopter nach Wilderswil geflogen. Grund dafür war ein Streckenunterbruch durch umgestürzte Masten und Bäume. «Wir haben glücklicherweise den Zug nicht weiterfahren lassen», so Bickel erleichtert. «Es ist niemandem etwas passiert.» Wann die Strecke wieder offen ist, war bei Redaktionsschluss noch offen.

Die Bahnstrecke Spiez-Zweisimmen war ebenfalls unterbrochen. Der Grund: Während eines heftigen Gewitters fiel zwischen Erlenbach und Därstetten ein Baum auf die Schienen. Die BLS setzt zwischen Oey-Diemtigen und Zweisimmen Busse anstelle von Zügen ein, wie einer SBB-Bahnverkehrsinformation zu entnehmen ist. Laut Infodienst dauerte die Störung bis nach 21 Uhr.

Ebenfalls war die Bahnlinie Langenthal-Solothurn zwischen Bannwil und Niederbipp und die Nationalbahnstrecke zwischen Zofingen und Safenwil im Kanton Aargau unterbrochen.

200 Jahre alte Weide stürzte um

Wie Leserreporter Walter Schürch berichtet, stürzte wegen einer gewaltigen Sturmböe um 18.30 Uhr die über 200 Jahre alte Weide neben der Kirche von Einigen um. Die Äste und der Stamm seien nur wenige Zentimeter neben der Kirche zu Boden gekracht.

Keine Probleme in der Stadt Bern

Wie die Stadtberner Feuerwehr am Mittwochmorgen mitteilte, sei die nach aus Sicht der Feuerwehr unproblematisch verlaufen. Es seien sechs Wassereintritte in Untergeschossräume gemeldet worden. Sturmschäden habe es keine gegeben und Personen wurden auch nicht verletzt.

Sturmschäden wurden keine gemeldet, ebenfalls sind keine Personen verletzt worden.

(SDA)

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