«Wo gebaut wird, glaubt man an die Zukunft»

Frutigen

Der Spatenstich für den Erweiterungsbau der Spitäler fmi AG und des Pflegeheims Frutigland für 10,1 Millionen Franken ist am Montagnachmittag erfolgt. Der Anbau soll im Herbst 2016 bezugsbereit sein.

Zum Spatenstich versammelt (v.l.): Rahel Jaggi, Daniel Truniger (Architekten), Robert Zaugg (VR-Präsident Spitäler fmi), Alice Morosoli (VR-Präsidentin Pflegeheim), Regierungsstatthalter Christian Rubin, Fritz Nyffenegger (Leiter Spital und Pflegeheim) und Gemeindepräsident Kurt Zimmermann.

Zum Spatenstich versammelt (v.l.): Rahel Jaggi, Daniel Truniger (Architekten), Robert Zaugg (VR-Präsident Spitäler fmi), Alice Morosoli (VR-Präsidentin Pflegeheim), Regierungsstatthalter Christian Rubin, Fritz Nyffenegger (Leiter Spital und Pflegeheim) und Gemeindepräsident Kurt Zimmermann.

(Bild: Rösi Reichen)

Gleich zwei Baggerfahrer waren am Montag mit ihren Maschinen angerückt und waren beim Spital Frutigen mit Erdverschiebungen beschäftigt. Auf der Wiese entlang der Adelbodenstrasse wird gebaggert, um Parkplätze und eine provisorische Helikopter-Landeplattform zu installieren.

Mehrere Leute haben den Vizedirektor der Spitäler fmi AG und Leiter des Spitals Frutigen, Fritz Nyffenegger, bereits gefragt: «Wieso gräbt ihr hier, wenn ihr dort bauen wollt», erzählte dieser schmunzelnd. Das Spitalunternehmen investiert 5,5 Millionen Franken, das Pflegeheim Frutigland 4,6 Millionen in den 27 Meter langen und 14,2 Meter breiten Anbau auf fünf Etagen ans bisherige Spital.

Auf dem Dach entsteht ein 15 mal 15 Meter grosser Helikopterlandeplatz mit einer Stahlkonstruktion mit Sicherheitsnetz, die über das Dach hinausragt, was den heutigen Gepflogenheiten und den Sicherheitsanforderungen entspricht.

Mehr Zimmer

Das Spital schafft nebst dem Helilandeplatz fünf Patientenzimmer und Büros, neun Behandlungsräume für ambulante Psychiatrie und einen neuen Standort mit Garagen für den Rettungsdienst. Das Pflegeheim Frutigland will den zusätzlichen Bedarf und die Nachfrage mit sieben Einzelzimmern decken, drei Zweizimmerwohnungen für betreutes Wohnen realisieren, der Spitex neue Räume vermieten, und es finanziert die Parkplätze mit Parkdeck.

Robert Zaugg, der VR-Präsident der Spitäler fmi AG, lobte die Angestellten der erfolgreichen Spitalgruppe: «Ihr macht einen super Job, und die Erweiterung ist ein Bekenntnis zum Standort Frutigen.» Die Verwaltungsratspräsidentin des Pflegeheims Frutigland, Alice Morosoli, meinte erfreut: «Es git öppis Schöns.»

Der Regierungsstatthalter Christian Rubin strich die Wichtigkeit des Bezirksspitals heraus, die Patienten würden in Frutigen «auf sehr hohem Niveau betreut», und meinte zufrieden: «Dort, wo gebaut wird, glaubt man an die Zukunft.»

Schnelle Realisierung

Der frühere Spitaldirektor Urs Gehrig hatte bereits 2007 Pläne für die Erweiterung. Nach einer Machbarkeitsstudie 2012 wurde das neue Projekt in Angriff genommen. Zwei Jahre wurde intensiv geplant. Nach Sparrunden konnte man sich auf Kosten von total 10,1 Millionen Franken einigen.

Die einzige Einsprache ist erledigt und zurückgezogen, die Baubewilligung Ende Jahr erteilt worden und ist nun rechtskräftig. Jetzt geht es los. Begonnen wird mit dem Bau der definitiven Parkplätze und des Parkdecks. Dann folgt der Aushub für den Spitalanbau in Richtung Altersheim.

Besonders positiv für die Region sei, dass drei Baugeschäfte (Künzi+Knutti, Adelboden, Egger AG, Frutigen, und Paul Zurbrügg, Reichenbach) sich gemeinsam für das Projekt beworben und den Zuschlag bekommen haben.

Berner Oberländer

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