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Weg für Stadion-Neubau geebnet

Der Baustart für den Ausbau der Weststrasse und das Stadion Thun Süd rückt näher: Nach dem VCS zieht nun auch Pro Velo seine Einwände zurück. Beschwerden von Einzelpersonen dürften die Projekte kaum verzögern.

Die Weststrasse in Thun Süd: Die zu Stosszeiten vom Verkehr überlastete Strasse dürfte bald saniert und ausgebaut werden.
Die Weststrasse in Thun Süd: Die zu Stosszeiten vom Verkehr überlastete Strasse dürfte bald saniert und ausgebaut werden.
Archiv TT/Spahni

Die Ampel für die geplante Sanierung und den Ausbau der Weststrasse und somit auch für den Bau des Stadions in Thun Süd dürfte bald vollständig auf grün stehen: Nachdem die VCS Regionalgruppe Thun-Oberland ihre Einsprachen gegen beide Projekte zurückgezogen hat, respektive bei der Weststrasse auf eine Beschwerde gegen die Baubewilligung verzichtet (vgl. Ausgabe von gestern), folgt ihr die Pro Velo Region Thun. Die Einsprecherin will ebenfalls keine Beschwerde gegen die Erteilung der Baubewilligung einreichen – und zwar aus demselben Grund: Rechtlich hätte eine Beschwerde keine Chance. «Wir werden mit den Behörden das Gespräch suchen, um für die Unterführung eine optimale Lösung zu finden», teilte Lilli Huber mit.

Wand an der Burgerstrasse?

Beide Organisationen hatten gefordert, dass die Fussgängerunterführung bei der Kreuzung Weststrasse/Burgerstrasse auch für Velofahrende geöffnet wird; ob nun mit oder ohne Verbreiterung. Bereits erledigt und zurückgezogen war hingegen der Teil der Einsprache, in welcher Pro Velo eine sichere Zufahrt von der Weststrasse zum Stadion forderte. «Da nun die Ampel bei der Einfahrt zum Stadion für die Fahrräder vor den Fahrzeugen auf grün umschaltet, genügt dies uns als Massnahme», ergänzte Huber auf Anfrage. Allerdings haben von den übrig bleibenden und ebenfalls abgewiesenen sieben Einsprechern zwei private Parteien eine Beschwerde eingereicht: «Sie wohnen an der Burgerstrasse und fordern wegen des erwarteten Mehrverkehrs für einen Teil der Strasse eine Lärmschutzwand sowie eine Ampel beim Fussgängerstreifen vor der Tierklinik, der über die Burgerstrasse führt», erklärte Oliver Studer, Projektleiter der Sanierung und des Ausbaus der Weststrasse beim städtischen Tiefbauamt. Die Stadt habe nun die Möglichkeit, Stellung zu nehmen. Ob noch weitere Beschwerden eingegangen seien, wisse er nicht.

«Im Moment sind lediglich diese beiden Beschwerden eingereicht worden», präzisiert Christoph Auer, Vorsteher des Rechtsamtes der kantonalen Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion. Die Frist laufe allerdings erst in ein paar Tagen ab. «Wir warten jetzt die Stellungnahmen ab, bevor wir die Beschwerdeinhalte prüfen und einen Entscheid fällen», erklärte er das weitere Vorgehen.

Aufschiebende Wirkung?

Der Entzug der aufschiebenden Wirkung durch die Beschwerdeinstanz ist gemäss Auer in Ausnahmefällen denkbar. In diesem Falle würde mit der Sanierung und dem Ausbau der Weststrasse begonnen werden können, auch wenn die Beschwerden noch hängig wären. «Doch ich kann einem Entscheid nicht vorgreifen», ergänzte er.

Stadion bald im Bau?

Da die Erteilung einer Baubewilligung für das Stadion von einer rechtskräftigen Baubewilligung für die Weststrasse abhängig ist, freut sich auch Investor Ferdinand Locher, Chef der Arco Real Estate Development SA in Bern. Er rechnet damit, bald mit dem Bau des Stadions beginnen zu können. «Für die noch hängigen Einsprachen von Privatpersonen zeichnet sich ebenfalls eine Lösung ab», sagte er gestern auf Anfrage. Falls doch nicht, rechnet er damit, dass diese vom Regierungsstatthalteramt abgewiesen werden. «Wir erwarten die Baubewilligung in den nächsten Tagen», zeigte sich Locher zuversichtlich. Danach werde sofort mit dem Bau begonnen. Falls doch Beschwerden eingereicht würden, hofft er darauf, dass diesen die aufschiebende Wirkung entzogen wird.

Dass die Baubewilligung für das Stadion erteilt wird, ist laut dem Thuner Regierungsstatthalter Marc Fritschi absehbar: «Zu 90 Prozent ist die Bewilligung unterschriftsbereit.» Sobald die Bewilligung für die Weststrasse rechtskräftig sei, brauche es etwa noch ein bis zwei Wochen zur Ausstellung der Bewilligung fürs Stadion.

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