Vom Strubelsee geht momentan keine Gefahr aus

Lenk

Unveränderte Situation bei den drei Gletscherseen auf dem Plaine-Morte-Gletscher. Die Pegelstände sind stabil und geben momentan keinen Anlass zur Besorgnis.

  • loading indicator
Bruno Petroni

Auch in diesem Sommer stehen die drei selbstgestauten Seen auf dem Plaine-Morte-Gletscher unter ständiger Beobachtung. Laut Wasserbauingenieur Nils Hählen vom kantonalen Tiefbauamt sind die Pegelstände des Strubelsees am nördlichen Rand des Gletschers sowie des Vatseretsees unter dem Plaine-Morte-Gipfel derzeit nicht kritisch: «Selbst der Favergesee im Osten hat noch nicht ganz das Volumen des letzten Jahres erreicht.» Heute staut der See rund 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser, während er vor einem Jahr um diese Zeit vollständig leer war.

Normale Tagesschwankungen

Alle drei Seen sowie der Trübbach werden durch einen Pegelstandmesser permanent überwacht, der Strubelsee sogar zusätzlich mit einer Videokamera. «Die Gewässer weisen die üblichen Tagesschwankungen auf, was gerne mal bis zu einem Meter Unterschied im Pegelstand ausmacht», bestätigt Jakob Trachsel auf Anfrage. Der Lenker Bauverwalter, der auch als Stabschef und Vorsitzender einer achtköpfigen Kerngruppe amtiert, kann keine Abweichungen der Seen zu ihrem Verhalten in den letzten zwei Jahren feststellen, «ausser dass die Schneeschmelze dort oben gegenüber dem letzten Jahr drei Wochen im Verzug ist».

Seit zwei Jahren überwacht

Vor zwei Jahren hatte sich der Strubelsee innert kürzester Zeit gefüllt und wieder entleert, was beim Simmenfall eine Geschiebeablagerung von 8000 Kubikmetern zur Folge hatte. Mitte Juli des letzten Jahres entleerte sich der Favergesee durch einen grossen Wasserausbruch. Dies führte in Siebenbrünnen und an der Lenk vorübergehend zu einem hohen Wasserstand der Simme. Dieser blieb jedoch unter der kritischen Grenze und richtete keinen Schaden an. Beim Strubel- und Vatseretsee geht man von einem maximalen Fassungsvermögen von je rund einer Viertelmillion Kubikmetern aus, was 250 Millionen Litern Wasser entspricht.

Berner Oberländer

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt