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Viele Häuser bedürfen der Renovation

Um Energie zu sparen, müssten auf dem Bödeli primär die durchschnittlich 70-jährigen Häuser renoviert werden. Dies empfiehlt der Richtplan Energie Bödeli.

Die Energiestudie hat nun die erste Halbzeit hinter sich. «Die fünf Bödeligemeinden Interlaken, Matten, Unterseen, Wilderswil und Bönigen haben die Zeichen der Zeit erkannt», schreiben die Verfasser des überkommunalen Richtplans Energie Bödeli, Michael Rothen und Bruno Hösli, in einer Mitteilung an die Medien.

Zusammen mit den wichtigsten Energieversorgern der Region erarbeiten sie seit Juni den Plan als Instrument zur Abstimmung und Steuerung einer zukunftsfähigen Energieversorgung.

Erklärtes Ziel ist es, die Wärmever sorgung des Siedlungsgebiets schrittweise entsprechend der kantonalen Energiestrategie 2006 auszugestalten; insbesondere durch die effiziente Nutzung der örtlich vorhandenen Energiepotenziale wie beispielsweise Industrieabwärme, Umweltwärme aus Grundwasser oder Abwärme aus Wasser, Holz, Sonne und Erdgas.

Zu viel Heizöl

Zwar liegt der Pro-Kopf-Verbrauch an Energie für Wärmezwecke auf dem Bödeli leicht un ter dem schweizerischen Durchschnitt, doch wird zur Deckung des Wärmebedarfs noch überdurchschnittlich viel Heizöl verwendet (knapp 70 Prozent). Dies macht sich auch bei der CO 2 -Bilanz bemerkbar. Die Verwendung von Heizöl verursacht rund 87 Prozent der entsprechenden CO 2 -Emissionen, wobei der spezifische CO 2 -Ausstoss auf dem Bödeli ungefähr dem schweizerischen Durchschnitt entspricht.

Neben der Wahl der geeigneten Energieträger schlummert noch grosses Effizienzpotenzial in den Gebäuden. Gut 80 Prozent der Wohngebäude wurden vor 1980 erstellt. Mit einem durchschnittlichen Gebäudealter von rund siebzig Jahren bedarf die Mehrheit der Wohnbauten längst einer umfassenden Erneuerung. Getreu dem Motto «Die beste Energie ist die gesparte Energie» gilt es in naher Zukunft den Energieverbrauch der Gebäude von rund 18 Litern Heizöl pro Quadratmeter beheizter Fläche sukzessive zu reduzieren.

Nun wird es konkret

In der zweiten Halbzeit der Er arbeitung des überkommunalen Richtplans Energie Bödeli werden die aufgearbeiteten Grund lagen in ein räumlich konkretisiertes Versorgungskonzept zusammengeführt. Eine entsprechende Liste mit Massnahmen zur Umsetzung unterstützt die Projektrealisierung. Die Gemeinden werden Anfang 2009 im Rahmen eines weiteren Gemeindeworkshops mitwirken können.

Im Anschluss daran sind die öffentliche Vernehmlassung zum Gesamtkonzept, die kantonale Vorprüfung, die behördenverbindliche Festsetzung des be reinigten Richtplans Energie und dessen Genehmigung durch den Kanton Bern vorgesehen.

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