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Viel Streberei und ein wenig Korruption

Eine Künstlerin hat die Jury des bedeutendsten Stipendiums des Kantons Bern bestochen. Dafür gab es einen Förderpreis.

Ob Ihr wirklich richtig steht, seht Ihr, wenn das Licht angeht: «A Lapse of Time» von Livia Di Giovanna wurde dieses Jahr mit dem Hauptpreis des Aeschlimann Corti-Stipendiums ausgezeichnet.
Ob Ihr wirklich richtig steht, seht Ihr, wenn das Licht angeht: «A Lapse of Time» von Livia Di Giovanna wurde dieses Jahr mit dem Hauptpreis des Aeschlimann Corti-Stipendiums ausgezeichnet.

Als ein merkwürdig schwerer Umschlag aus Casablanca bei Helen Hirsch, Direktorin am Kunstmuseum Thun, eintraf, ging sie damit direkt zur Polizei. Schliesslich leben wir in Zeiten von Terrorismus. Die Beamten öffneten den Brief und fanden ein paar Geldscheine ohne Absender.

Das Unbehagen der Museumsleiterin hielt an, als weitere Umschläge aus aller Herren Ländern bei ihr eintrafen. Wann würden die anonymen Spender anfangen, Forderungen zu stellen? Sie erfuhr erst bei einem gemeinsamen Mittagessen mit den anderen Jurymitgliedern des Aeschlimann-Corti-Stipendiums, dass auch diese Briefe mit Geld erhalten hatten. Manche vermuteten im Gegensatz zu Hirsch das Richtige: «Das muss irgendetwas mit Kunst zu tun haben.»

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